Der rote Esel und die Grauen Wölfe
von Thomas Rammerstorfer
Leider kein Märchen aus Linz: Im Juni dieses Jahres wurde wieder mal ordentlich gefeiert in Europas Kulturhauptstadt: Die „Avusturya Turk Federation“ (ATF), die österreichische Tarnorganisation der faschistischen türkischen „Milliyet Hareket Partisi“, hatte einen Abend mit völkisch-nationalistischen Barden geladen. Ort: Das Neue Rathaus.
Heftige Proteste antifaschistischer Gruppierungen blieben ohne Erfolg, insbesondere der SP-Stadtrat Klaus Luger verteidigte die Veranstaltung, und meinte, dass gegen die organisierenden Vereine „strafrechtlich nichts vorliegt“. Eine Allerweltsausrede, denn hinter der ATF stehen die „Graue Wölfe“, deren militante Banden in der Türkei für mehrere tausend (!) Morde an fortschrittlichen GewerkschafterInnen und AntifaschistInnen verantwortlich gemacht werden.
Abgesehen davon, werden sie laut Berichten des Innenministeriums auch in Österreich für zahlreiche Anschläge und Übergriffe verantwortlich gemacht; zu dem sind sie eine Tätergruppe im Heroingroßhandel . Eine wirklich feine Gesellschaft also.
Wie ist es möglich, dass türkische Faschisten im Linzer Rathaus feiern dürfen? Die Antwort ist so einfach: Sie haben gute Freunde, die sogar dort arbeiten. Da wäre allen voran eben Klaus Luger, seit kurzem Vizebürgermeister von Linz. Seine besondere Zuneigung gilt jenen türkisch-stämmigen MitbürgerInnen, die sich islamistisch oder rechts bis faschistisch engagieren.
Am 1. Mai 2007 begrüßte er die mit der SPÖ mitmarschierenden Kameraden von ATIB, Milli Görus und „Ülkü Ocagi” („Idealistenvereine”= Graue Wölfe) – am Hauptplatz sogar in türkischer Sprache . Im Anschluß an die sozialdemokratisch-faschistische Verbrüderung griffen die „Grauen Wölfe“ die 1. Mai-Demo der KurdInnen an, wobei auch ein 14-jähriges Mädchen durch Steinwürfe schwer verletzt wurde.
Zwei Jahre später mussten sich die Rechtsextremen nicht mehr selber bemühen: Da übernahm gleich die (sozialdemokratisch geführte) Linzer Polizei den Angriff und die Zerschlagung des gemeinsamen linken Maiaufmarsches von KurdInnen, KPÖ und anderen Organisationen. Seither glauben sich die Linzer „Grauen Wölfe“ endgültig im Besitz eines Freibriefs zu Überfällen und Anschlägen auf linke und/oder kurdische Jugendliche. Bei einer Reihe von Angriffen kam es zu zahlreichen Verletzten. Kurdische Organisationen beklagen, dass die Opfer der faschistischen Gewalt von der Polizei nicht ernst genommen werden. Nach den Schlägereien wurden drei Personen verhaftet – alle drei Kurden. Auch in Wien kommt es seit letztem Sommer vermehrt zu Übergriffen durch „Graue Wölfe“ .
Aufschlussreich zu diesem Thema war auch die türkisch-sprachige Werbepostille der SP namens „Ekspres“ . Hier gibt es nette Berichte über Veranstaltungen von türkischen MigrantInnenorganisationen – wiederum allerdings nur solcher, die rechts der Mitte angesiedelt sind. Neben dem Faschisten-Konzert im Linzer Rathaus, dem SP-Gemeinderat Selcuk Hergüvenc persönlich beiwohnte, nahmen auch in Salzburg mehrere SP-Granden an einer Veranstaltung der ATF teil. Eindeutige Hauptperson des Blattes ist aber Klaus Luger, der schon allein auf der Titelseite dreimal abgebildet ist…
Leider mehren sich die Anzeichen, dass zumindest ein Teil der SP im Bezug auf ÖsterreicherInnen mit Migrationshintergrund eine ähnliche Politik verfolgt wie bei der „Mehrheitsbevölkerung“: Anstatt den da wie dort vorhandenen, oftmals einander hochschaukelnden reaktionären, nationalistischen und rassistischen Tendenzen entschlossen entgegenzutreten, werden diese toleriert, totgeschwiegen und es wird sogar mit rechtsextremen Organisationen zusammen gearbeitet. Hier ist dringend ein Kurswechsel geboten, nicht zuletzt auch im Eigeninteresse der Sozialdemokratie, wenn sie nicht ihren letzten Rest an Glaubwürdigkeit verspielen will.
aus „Die Arbeit“, Zeitung des Gewerkschaftlichen Linksblocks
zum Thema siehe auch:
http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2008/05/30/graue-wolfe-im-schafspelz/
Kameraden in troubles: NVPler im Knast, Reinthaler vor Gericht
Bernhard Wieser, FPÖ-Vizebürgermeister von Wels, hatte die rechtsextreme NVP im Juni noch per Unterschrift unterstützt um ihr eine Teilnahme an der Landtagswahl zu ermöglichen, mittlerweile sind seine Kameraden ein Fall für den Staatsanwalt: Der NVP-“Bundesjugendführer“ Mario Aulabauer sitzt seit 5. November in U-Haft. Ermittelt wird wegen schwerer Sachbeschädigung und NS-Wiederbetätigung, es gilt die Unschuldsvermutung. Laut Staatsanwalt wird auch gegen 6 weitere Personen ermittelt. Die NVP, die Teile ihres Parteiprogramms aus einem SS-Schulungsheft abgeschrieben hat, hofft daß Aulabauer nach dem nächsten Haftprüfungstermin am 18. November zumindest vorläufig wieder enthaftet wird.
Am selben Tag steigt auch in Wels ein Prozess gegen einen sattsam bekannten Rechtsaußen: Ludwig Reinthaler, der mit seinen “Bunten“, eben
noch gemeinsam mit der NVP auf der Jagd nach Unterstützungserklärungen unterwegs war (ob er auch eine von Dr. Wieser erhalten hat ist nicht bekannt) muß sich wegen „übler Nachrede“ gegenüber Bürgermeister Dr. Peter Koits verantworten. Reinthaler, für den die Unschuldsvermutung gilt, mobilisiert innerhalb der Szene bereits für dieses „Event“, wems interessiert: 18. 11., 9.30, LG Wels, Saal 234 (hier im Bild Reinthaler im blauen Hemd, links Stefan Kohlbauer/FPÖ beim Schwätzchen).
Die Welser rechtsextreme Szene wird auch in den folgenden Monaten die Gerichte beschäftigen, soviel ist fix. In der Nacht vor der Gemeinderatswahl etwa wurde ein Jugendlicher von mehreren Neonazis in der Altstadt zusammengeschlagen und erheblich verletzt, er befand sich mehrere Tage im Krankenhaus und über 6 Wochen im Krankenstand.
Ebenfalls noch ausständig ist das Verfahren wegen eines Vorfalls im Juni, wo ein 17-jähriges Mädchen von einem alkoholisierten Rechten zusammengeschlagen wurde. Der mutmaßliche Täter, Bruder eines bekannten Welser FP-Politikers, war auch als Wahlkampfhelfer für die hiesigen Blauen aktiv.
21. 11.: Rechtsextremismus-Symposium in Graz
| // SYMPOSIUM // Der Rechtsextremismus in Österreich – falscher Alarm oder 5 vor 12?SAMSTAG, 21. November 2009 BEGINN: 9.30 Uhr ORT: ISOP, Dreihackengasse 2, 8020 Graz „Rechte“ Angstpolitik und ihre einfach wirkenden Lösungsvorschläge scheinen zu boomen. Jugendliche vertreten immer mehr ausländerInnenfeindliche Standpunkte und sehnen sich wieder nach einem „starken Führer“. Ein Drittel der ÖsterreicherInnen stimmte bei den Wahlen 2008 für FPÖ oder BZÖ. Dabei werben beide Parteien mit rassistischen Parolen und rechtsextremen Aussagen. Die Grenze zwischen freiheitlichen Jugendorganisationen und der neonazistischen Szene wird in personeller und inhaltlicher Sicht immer durchlässiger. Sind Rassismus oder gar Rechtsextremismus in Zukunft tatsächlich ein mehrheitsfähiges, durch Wahlen legitimiertes Programm? Oder sind diese Befürchtungen nur unbegründete Panikmache einiger weniger?
// PROGRAMM //
9.30 – 9.45
9.45 – 11.15: HERIBERT SCHIEDEL (Dokumentationsarchiv des österreichischen
Widerstandes, Wien): FPÖ und BZÖ: rechts, rechtsextrem oder neonazistisch? : Einführung
11.30 – 13.00: MARKUS SCHACHNER (Politologe, Wien):
Denkfabriken – Kaderschmieden – Querverbinder: Burschenschaften und extreme Rechte in Österreich LEELA STEIN (Politologin und Gender-Forscherin, Wien):
Teutsche Mädels – Frauen und Couleur in Österreich 13.00 – 14.00
14.00 – 16.00: „Unser“ Abendland – „ihr“ Gottesstaat?
Religionen als Mobilisierungsinstrument rechtsextremer und antidemokratischer Parteien. Diskussion mit: THOMAS SCHMIDINGER (Lektor am Institut für Politikwissenschaft, Wien), JOACHIM HAINZL (XENOS, Graz), KATHARINA RENNER (Soziologin, Wien)
16.30 – 18.30
// RENE MOLNAR (JUZ explosiv, Graz): Neue Kleider für alte Ideen: Rechtsextreme Codes in Musik und Outfit
// JOACHIM HAINZL (XENOS, Graz): Antirassistische Strategien in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen
// INES AFTENBERGER (Mayday 2000, Graz): Von der Quer- zur Einheitsfront? Wenn rechtsextreme und „linke“ Diskurse sich treffen… // LEELA STEIN (Politologin und Gender-Forscherin, Wien): Kameradinnen und braune Schwestern – Erklärungsmodelle und Bedeutung rechtsextremer Frauen 18.45 – 19.45: THOMAS RAMMERSTORFER (Mitarbeiter Infoladen Wels): 20.00 – 21.30: Ist die Jugend (so) „rechts“?
Podiumsdiskussion mit: RENE MOLNAR (JUZ Explosiv, Graz), DANIELA GRABOVAC (Helping Hands, Graz), HERIBERT SCHIEDEL (DÖW, Wien), JOACHIM HAINZL (XENOS, Graz) ////////////////////////
Veranstaltet von: XENOS – Verein zur Förderung der soziokulturellen Vielfalt und Mayday 2000, ISOP – Innovative Sozialprojekte, CLIO – Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit, Verein JUKUS, Helping Hands Graz, Radio Helsinki – Freies Radio Graz, Infoladen Graz, Jugendkulturzentrum Explosiv, Forum Stadtpark ////////////////////////
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18./19. 11.: BRAUNTÖNE – Vorträge in Bregenz und Innsbruck
Brauntöne – rechtsextreme Jugendkulturen und ihre Musik, mit Markus Rachbauer und Thomas Rammerstorfer
18. 11., 20 Uhr im JuZ Between, Bahnhofstr. 47, Bregenz
19. 11., 19 Uhr im JuZ Z6, Dreiheiligenstr. 9, Innsbruck
9. 11. Kundgebung gegen Rassismus in Wels
Mehr als 30 Organisationen rufen zur Teilnahme auf Christiane Hörbiger hält die Gedenkrede Am Montag, dem 9. November 2009, um 19.00 Uhr führen die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) anlässlich des 71. Jahrestages der „Reichspogromnacht“ eine Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass durch.
Zu dieser Kundgebung vor dem Jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark rufen mehr als 30 religiöse, politische, kulturelle und humanitäre Organisationen auf, darunter auch die katholische und die evangelische Kirche sowie die Gewerkschaften. Einleitende Worte sprechen Bürgermeister Peter Koits und Antifa-Vorsitzender Robert Eiter, die Gedenkrede hält die bekannte Schauspielerin Christiane Hörbiger. Für die Umrahmung sorgen der Schauspieler Martin Holzinger und Schülerinnen des Bundesgymnasiums Schauerstraße unter der Leitung von Rudolf Weber. Die Veranstalter laden alle, denen Demokratie und Menschenrechte ein Anliegen sind, zur Teilnahme an der Kundgebung ein! Die Kundgebung findet bei jedem Wetter statt und dauert eine knappe Stunde.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gingen die Nationalsozialisten im gesamten „Großdeutschen Reich“ mit äußerster Brutalität gegen die wehrlose jüdische Minderheit vor: Von oben gesteuerte SS- und SA-Horden setzten Synagogen in Brand, zerstörten Wohnungen und Geschäfte, ermordeten Menschen oder verschleppten sie in Konzentrationslager. Diese „Reichspogromnacht“ bildete den Auftakt für den Holocaust, die systematische Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Heute, gut siebzig Jahre später, verletzt und tötet rassistische Gewalt wieder, und zwar in vielen Ländern Europas. Allein in Deutschland hat der Rechtsextremismus seit 1990 mehr als 130 Todesopfer gefordert. Aber auch Österreich ist von rassistischer Gewalt keineswegs frei: So verübte im Mai 1997 ein junger Neonazi einen Brandanschlag auf ein Welser Ausländerwohnhaus, der einen Menschen tötete und zehn zum Teil schwer verletzte. Geschürt wird der Fremdenhass durch ausländerfeindliche Propaganda. Immer wieder kommt es auch zu pauschalen Angriffen auf die islamische Glaubensgemeinschaft.
Wahlen in Wels: Angst klarer Sieger, aber auch Dummheit und Hass schaffens in den Gemeinderat!
Langeweile ebenso wieder vertreten
Wir habens ja geahnt: Diese Wahl wird schlimm ausgehen. Die SP hat keinen Punkt unseres FPÖlerInnen-Integrationspaketes umgesetzt und sitzt jetzt in der Tinte. Die Freiheitlichen wollen und wollen sich nicht integrieren, sie werden sogar immer eigenartiger.
Integration von MigrantInnen hingegen funktioniert in Wels tadellos. Die besten Ergebnisse erzielte die FPÖ etwa in der Stephanssiedlung, die vor allem von ehemaligen ´56-Ungarn bewohnt wird, die die Siedlung auch gleich nach ihrem ungarischen Nationalheiligen benannten (man stelle sich vor türkische MigrantInnen würden – gleiches Recht für alle – die Noitzmühle in „Allahs Siedlung“ oder „des Propheten Mohammeds Mühle“ umbenennen – das wäre gleichbedeutend mindestens mit dem Untergang der Christenheit).
Migrant ist ja nicht gleich Migrant. Es gibt Faktoren, die die Integration erschweren, etwa wenn wer eine dunkle Hautfarbe hat oder ein Kopftuch. Das kann einen in den Wahnsinn treiben oder gar zur FPÖ. Aber es gibt auch Faktoren die Integration erleichtern: Katholizismus etwa, Antikommunismus, oder Alkoholismus. Das gilt es zu forcieren.
Bernhard Wieser ist zweifellos der größte Intellektuelle den die Welser FPÖ je hervorgebracht hat. Er hat sogar ein Buch geschrieben: „Kapellen, Marterl und Kreuze in Wels und Umgebung mit dem Rad entdecken“. Wieser hat sich darin einen Welser „Jakobsweg“ ausgedacht. Jeder, der Buße tun will, kann anhand von Wiesers Buch von Marterl zu Kreuze kriechen, äh radeln. Im Zuge der Buchpräsentation radelte Wieser zu den heiligen Stätten, gemeinsam mit Politikerkollegen und Welser JournalistInnen. Es scheint bei diesen beiden Berufsgruppen das Bußbedürfniss besonders groß zu sein.
Aber nicht groß genug. Um Vergebung zu erlangen müsste der vereinte Welser Schmierfinkenschwarm mindestens zum Mond radeln. Obwohl man sich manchmal die Frage stellt: Sind das überhaupt mehrere Personen, oder gibt es irgendwo ein fettes WimmerFamlerMoserNowakStiebler-Geschöpf, das mit einem riesigen schwarzblau-farbigem Parteibuch ausgestattet permanent und zwanghaft sinnlose Sätze produziert bei dem in jedem mindestens einmal „Integrationsverweigerer“ oder „Ausländerkriminalität“ oder „Mülltrennung“ vorkommen muß? In meinen Tagträumen stelle ich mir vor, daß dieses Welser JournalistInnen-Monster dann aussieht wie Jabba the Hut aus Star Wars oder wie Ludwig Reinthaler.
Ja, es gibt sie tatsächlich, die Probleme. Die Ausländer tun nicht Müll trennen. Danke an die Grünen, daß ihr uns diesen Recycling-Floh in den 90ern ins Ohr gesetzt habt habt. Eure Umweltschutzgedanken werden jetzt gegen ihre Urheber verwendet. Die Mülltrennungsrevolution frisst ihre Eltern. Aber so neu ist die Idee ja gar nicht, das kostenlose Abliefern von Rohstoffen für die Industrie war schon im Zweiten Weltkrieg ein beliebter Zeitvertreib der Volksgemeinschaft (fragen sie Leute, die damals zur Schule gingen), und die Ausländer wollen sich dem entziehen, zum Schaden des „Volksganzen“. So nicht! Sonst wird’s wieder nix mit dem Endsieg.
Ausländer sind Jugendliche sind kriminell. Somit eine Konkurrenz für inländische Kriminelle. Zumal Österreicher, das asoziale Verhalten anscheinend schon im Blut, immer Einzeltäter sind, und Ausländer immer organisierte Gangster. Das wissen wir ja aus der Zeitung. Ja verdammt, was kann denn ein Einzelner schon bewirken? Nix. Die Kriminalitätsrate Oberösterreichs ist von ´07 auf `08 um über 5 % gesunken. Schwere Delikte gibt es kaum, außer es rottet wieder mal ein Pensionist seine Familie aus (falls sie Journalist sind schreiben sie in so einem Fall bei einem Österreicher als Täter „Familiendrama“, bei einem Türken „Ehrenmord“). Die im Bezirksvergleich höchste Aufklärungsquote hat Wels. Egal, die Angst bleibt, weil wie John Cale schon sang, nicht beer – was ich vermutet hätte – sondern „fears a man`s best friend!“. Und damit wir uns noch mehr fürchten können haben wir jetzt eine Stadtwache, im vorauseilenden Gehorsam noch von der SP installiert. Die ist eigentlich zu gar nix gut (die Stadtwache), aber was solls. Geld wird woanders auch verschwendet.
Und das muß man sich dann wiederholen. So versucht die Polizei angebliche Teilnehmer einer angeblich illegalen Versammlung gegen den wählerischen Rechtsruck jeweils Euro 218,- abzuluchsen. Daß man z. T. erst 16-jährige die Höchststrafe für dieses furchtbare Vergehen anhängt zeigt von großem Engagement. Welches die Welser Polizei leider stets vermissen lässt, wenn es sich nicht um junge Schüler bei der Fahrbahnquerung handelt (zum Glück wurden sie nicht gleich erschossen) sondern etwa um marodierende Neonazis, wie bei den rechtsradikalen Störversuchen bei der 9. November-Kundgebung oder der Anti-Wieser-Demo. Aber was solls: Man kann sich ja nicht um alle kümmern und Gnade für Rechts (oder so ähnlich) ist ja sogar ein altes christliches Prinzip.
Wikipedia weiß es: Im Jahre 1880 kam auf 1600 WelserInnen ein Polizist – heute müssen nur 250 WelserInnen auf einen Polizisten aufpassen. Kein Wunder, daß alle Angst haben.
Thomas Rammerstorfer
siehe auch:
Des deutschen Spießers Wunderhorn: Nazimusik ist massentauglich
Artikel aus: Volksstimme, Oktober 2009
Rockmusik, was war das in den 60ern und 70ern? Es war Drogenmusik, Satansmusik, Negermusik, ein Zeichen der amerikanischen Unkultur, der Soundtrack für Anarchie, Rebellion und Sex, vielleicht sogar gleichgeschlechtlichem Sex: kurzum gesagt, Rockmusik stand den Werten der politischen Rechten, Keuschheit, Spiesbürgertum, Autoritätshörigkeit, Intoleranz und Nationalismus nachgerade diametral entgegen. Freilich war Rockmusik ebenso wenig per se links: Sexismus ist ein Dauerproblem in einer unendlichen Reihe von Songs, auch gab es schon früher den einen oder anderen „politisch rechten“ Ausritt: Etwa in den patriotischen, gegen „Nestbeschmutzer“ wie Neil Young gerichteten Südstaatenhymnen von Lynyrd Skynyrd (v. a. „Sweet Home Alabama“) oder als Steppenwolf in „The Pusher“ die Todestrafe für bzw. den „total war“ gegen Heroindealer forderten. Freilich verfügten aber weder Lynyrd Skynyrd noch Steppenwolf über ein geschlossenes rechtes oder gar faschistisches Weltbild. Erste Versuche in den 70ern, Nazi-Ideologie via Rockmusik zu transportieren, etwa der deutschen Band Ragnaröck, scheiterten an absoluter Erfolglosigkeit. Die Altnazi-Szene stand diesen Experimenten ebenso ablehnend gegenüber wie die deutsche Jugend, die zu dieser Zeit noch lieber Ton Steine Scherben und dergleichen hörte.
England in den 80ernRock und Rechts, quasi Rebellion und Spießbürgertum, zusammenzukriegen – dies sollte erst der englischen Skinheadbewegung der 80er gelingen. Die Ende der 60er-Jahre entstandene und ab Mitte der 70er im Zuge der Punkbewegung wieder erstarkte Skinheadszene erwies sich als ausgesprochen anfällig für rassistische, nationalistische, gewaltverherrlichende und schwulenfeindliche Töne.
Verständlich wird dies im Hintergrund der britischen Geschichte jener Jahre: Die arbeitenden Jugendlichen fühlte sich von den Gewerkschaften und der Labour Party verraten: Thatcher, 1979 an die Macht gekommen, trieb die Verarmung der working class durch Kürzung von Sozialleistungen, Schwächung der Gewerkschaften und Privatisierungen voran. Der Falklandkrieg sorgte für eine zusätzliche nationalistische Mobilisierung, die sich gegen Argentinien ebenso wie gegen vermeintliche innere Feinde richtete: gegen MigrantInnen. Die Ideologie der Skins führte Nationalismus mit einem absurd verzerrten „Klassenbewusstsein“ zusammen: In einer Zeit, in der der soziale Aufstieg durch die gesellschaftlichen Gegebenheiten schlicht nicht mehr möglich war, wurde das eigene Elend, die eigene Schwäche hingenommen und durch einen übertriebenen „Proletkult“ in Kleidung und Auftreten gar idealisiert. Der eigene soziale Stillstand bzw. Abstieg wurde mit dem angeblichen Schicksal ganz Grossbritanniens symbolisiert: „Once we had an Empire, and now we’ve got a slum“[1]
Wie so oft profitierte die politische Rechte von jenen katastrophalen Zuständen die sie selbst schuf: Viele Arbeiterjugendliche tendierten zu rechtsextremen Gruppierungen, bald tauchten auch Bands mit nationalistischen Songs auf: Federführend waren hier die ehemalige Punk-Band „Skrewdriver“ um Ian Stuart Donaldson.
Stuart, zuerst im Umfeld „gemäßigter“ rechtsextremer Gruppen, radikalisierte sich mehr und mehr, um schließlich 1987 gemeinsam mit seinem Mitstreiter Nicky Crane seine eigene Neonaziorganisation zu gründen: Blood and Honour. Blood and Honour bildete ein Netzwerk neonazistischer Bands, Labels, Vertriebe und Konzertveranstalter und wurde bald eine einflussreiche Organisation mit zahlreichen Ablegern in anderen Staaten, derzeit sind offizielle „Blood and Honour“-Gruppen wohl in etwa 25 Staaten aktiv. Zwischendurch musste die Bewegung aber auch einige Rückschläge einstecken: Ian Stuart kam 1993 bei einem Autounfall ums Leben, Nicky Crane starb bereits kurz vorher an AIDS – durch sein Outing als Homosexueller hatte sich die Szene aber zu diesem Zeitpunkt bereits von ihm distanziert.
Die Nachfolgestreitereien um das lukrative Rechtsrockgeschäft wurden innerhalb von Blood and Honour mitunter mit Schiessereien und Briefbomben ausgetragen, was schließlich auch zu Verhaftungen führte. Der bewaffnete Arm von Blood and Honour, Combat 18 (C18), machte indessen mit Bombenattentaten auf politische GegnerInnen (durchaus auch in den eigenen Reihen), Homosexuelle und MigrantInnen von sich hören. Zeitweise kam es zu Kooperationen mit loyalistischen Konterguerillas, die in Nordirland die IRA bekämpften. Bis heute unklar ist die Rolle des britischen Geheimdienstes MI5, der C18 bis an die Spitze der Organisation durch unterwandert hatte und wohl auch für „eigene“ Zwecke gebrauchte. Splittergruppen von C18 sind bis heute aktiv, gerne wird C18 auch in Songs von Rechtsrockern verherrlicht, z. B. von der britischen Band No Remorse: „C18 you’re just a killing machine, Sturmabteilung fighting team. Fighting for the Führer’s dream”[2], ebenso erfreut sich der Schriftzug auf T-Shirts auch österreichischer Neonazis großer Beliebtheit.
Ähnlich wie Blood and Honour, allerdings elitärer organisiert ist die Hammerskin Nation, 1986 in den USA gegründet. Auch den Hammerskins geht es vor allem um die Verbreitung neonazistischer Propaganda mit Musik – und auch ums Geld, versteht sich.
Blood and Honour und die Hammerskins stellten auch den Willen der Nazi-Skinheads, eigene Strukturen aufzubauen, erfolgreich unter beweis. Die Skins wollten nicht nur als Saalschützer und Parteisoldaten „gemäßigter“ bürgerlicher Parteien fungieren, sondern ihr nationalsozialistisches Weltbild kompromisslos verbreiten.
Deutschland in den 90ernIn Deutschland und Österreich hatte sich in den 80ern eine rechtsextreme Skinszene entwickelt, allerdings mit mäßigen politischen Anspruch. Primär galt das Interesse auch dieser rechten Skins nämlich dem Alkohol und dem Fußball die ersten Skins waren in Österreich schon Ende der 70er in der Rapid-Fanszene aufgetaucht. Während musikalisch in unseren Breiten mit den „Oisterreichern“ eine erste Skinband gegründet wurde und schnell wieder verschwand, war den deutschen Rechtsrockheroen der ersten Stunde dauerhafter Erfolg beschieden: Die Boehsen Onkelz hatten stets das richtige Gespür für den Zeitgeist, begannen als Punkband, sprangen auf den Skinheadzug auf und rechtzeitig wieder ab – um Metaller zu werden, als der Metal Ende der 80er massentauglich wurde. Trotz dieses recht offensichtlichem finanziell motivierten jugendkulturellen Zeitgeistsurfens gelang es den Onkelz immer, sich ihren Fans als missverstandene, verfolgte Verfemte zu präsentieren, selbst als sie bereits Millionen Euro umsetzten. Die Bedeutung der Onkelz für die Entwicklung der rechten Szene liegt weniger in ihren ursprünglichen, rechtsextremen Liedern wie „Türken raus“, sondern bis zum heutigen Tag darin, das sie symbolisch für das Zusammengehen von Teilen der Metalszene mit der rechtsextremen Szene stehen. Metaller und Skins, ursprünglich sowas wie natürliche Gegner, trafen sich nun bei Konzerten der Onkelz und feierten gemeinsam. Dass auch die meisten Nazi-Skinhead-Bands mittlerweile rotzigen OI-Akkorden abgeschworen hatten und Metal spielten erleichterte diese Annäherung.
Die wichtigste und einflussreichste Neonaziband der neuen Generation sind zweifellos Landser. Dem konspirativen Projekt von eher der Rockerszene nahe stehenden Neonazis war lang anhaltender Erfolg beschieden, an dem auch die Enttarnung und zeitweise Inhaftierung ihrer Mitglieder sowie deren Verurteilung als „kriminelle Vereinigung“ nichts änderte. Musikalisch abwechslungsreich und vergleichsweise originell in den Texten haben „Landser“ einen enormen Bekanntheitsgrad erreicht.
Ideologisch lieferte die White Power-Idee neuen Rück- und internationalen Zusammenhalt: Wohl nicht zuletzt den Umstand geschuldet, das man mehr Geld machen konnte, sahen englische Faschisten plötzlich Deutsche, Italiener und gar Franzosen als Brüder, Kameraden – und natürlich als Kunden: Hauptsache weiß, hieß die neue Devise. Blood and Honour und die Hammerskins waren hier einer Meinung. Die White Power-Ideologie verbreite sich analog zur Geschäftstüchtigkeit der Nazi-Skin-Führer.
Wichtigster Hoffnungsmarkt war das im militant-nationalistischen Taumel wiedervereinigte Deutschland: Nicht nur politisch, auch als Markt für NS-Musik wurde Deutschland zur großen Hoffnung der Szene. Die Heroen der Szene, Ian Stuarts Skrewdriver residierten schon seit ´86 bei einem deutschen Label, Rock-o-Rama. Um `90 tourten alle großen NS-Bands durch Ostdeutschland, und so mancher Musiker beteiligte sich persönlich an Angriffen auf Asylantenunterkünfte. Zu dieser Zeit war die Ex-DDR quasi rechtsfreier Raum.
Aufgeschreckt durch die weltweit negative Berichterstattung über das neue, mörderische Deutschland der frühen 90er reagierte der bürgerliche Staat: Einerseits mit der Abschaffung des Asylrechts, andererseits mit einer härteren Gangart gegenüber der Neonaziszene – auch und insbesondere der musikalischen, bemerkbar durch zahlreiche Beschlagnahmungen und Indizierungen von Tonträgern und eine härtere Gangart gegen Konzertveranstalter.
Doch die Szene reagierte flexibel auf die Repressionen: Ein Teil der Bands ging in den „Untergrund“ und versorgte den Markt via im Ausland hergestellter CDs weiter – anderer mäßigten ihre Ausdrucksweise und wurden weiterhin legal vertrieben.
Ab Ende der 90er beginnt rechtsextreme Musik ein Massenphänomen zu werden, was eine Reihe von Ursachen hatte:
- Metal und Punk wurden massentauglich: dadurch starker Anstieg bei den HörerInnen „harter“ Musik im allgemeinen, rechter im speziellen
- Neue Stile werden erprobt: von Nazi-Techno bis Nazi-HipHop war plötzlich alles erlaubt was gefällt
- Der Boom der Liedermacherszene – während große Konzerte zunehmend schwierig zu organisieren waren nahm die Anzahl kleiner Veranstaltungen zu – für einen Liedermacherabend benötigte man auch keinen großen Saal mit Bühne und PA-Anlage, es reichte allein der Liedermacher und seine Gitarre.
- Das Internet wurde relevant zur Verbreitung von Musik, insbesonders von illegaler
Austria as it isDie jugendliche rechtsextreme Szene erlebt in Österreich derzeit ihren vermutlich größten Boom seit 1945. Mittlerweile ist es durchaus angebracht, von einer Jugendbewegung zu sprechen – und zwar von der größten derzeit existierenden. Warum dies so ist kann momentan wohl nur unzureichend erklärt werden. Weder haben sich größere soziale Umwälzungen oder außenpolitische Veränderungen, gar internationale Konflikte mit den damit einhergehenden nationalistischen Mobilisierungen, ergeben. Die Wirtschaftskrise hat sich in Österreich bisher nur in vergleichsweise bescheidenem Ausmaß bemerkbar gemacht und den bereits vorhandenen Trend zur rechtsextremen Szene nicht mehr erkennbar verstärkt. Da es in Österreich keine wissenschaftliche Forschung zum Thema gibt, können wir über die Gründe dieser Entwicklung nur mutmaßen. Zweifellos spielt die Regierungsbeteiligung der Rechtsextremen zwischen 2000 und 2006 eine Rolle, und zwar in mehrfacher Hinsicht:
- in diesem Zeitraum gab es aus politischen Gründen (Stichwort „Rücksichtnahme auf den Koalitionspartner“) nahezu keine repressiven Maßnahmen gegen die Szene
- im gleichen Zeitraum wendet sich ein Teil der Szene von der FPÖ ab und macht sich an den Aufbau eigener Strukturen, allen voran den „Bund Freier Jugend“, ebenso wie an die Intensivierung der Auslandsverbindungen, insbesondere nach Deutschland, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Tschechien.
- die politische Linke bzw. Antifa hat sich vielerorts ausschließlich mit dem parteiförmigen, legalem Rechtsextremismus beschäftigt und die Beobachtung illegale Strukturen vernachlässigt, deren Bekämpfung man den Behörden überlassen wollte – die sich aber auch heute noch als ebenso erschreckend unwillig wie unfähig erweisen.
Unabhängig davon hat in diesen Jahren auch das Internet seine Bedeutung verändert und wurde zum wichtigsten Verbreitungsinstrument des wichtigsten rechtsextremen Propagandamediums: der braunen Musik, die ihre HörerInnenschaft in wenigen Jahren verzigfachen konnte. Parallel dazu hat sich auch die Mode der Nazis verbreitet, einschlägige Kleidermarken werden nicht nur übers Internet vertrieben – 2009 eröffneten allein in Oberösterreich auch 2 Geschäfte für Nazi-Klamotten.
Hinzu kommt die Vervielfachung der Propaganda im Net: Gab es um 2000 kein Dutzend neonazistischer Homepages in Österreich kann man mittlerweile von zumindest einigen tausend rechtsextremer „userpages“ und Profile in „web 2“[3]-communities ausgehen, samt Musik, Grafiken, Fotos einschlägigen Inhalts. Neonazistische Propaganda wird heute in erster Linie über kommerzielle Community-Anbieter wie Szene1, myspace, youtube, last.fm oder facebook verbreitet denn über eigene NS-Strukturen, was einen behördlichen Zugriff weiters erschweren würde (so die zuständigen Behörden einen solchen anstreben würden).
Die Anzahl der Konzerte hingegen steigt nur langsam, bemerkbar wird aber, dass die Neonazis auch hier immer frecher auftreten: Im Juni konnte ein rechtsextremes Konzert mit den Wiener Bands Service Crew Vienna und Donner des Nordens in Wien trotz vorheriger Ankündigung ohne Reaktion von Politik oder Polizei über die Bühne gehen. Wie sich später herausstellte handelte es sich um ein Soli-Konzert für den Wiener Neonazi Jürgen Kasamas, der damals in U-Haft saß und mittlerweile wegen Mordes zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde.
Einen Monat später meldet die Polizei in Oberösterreich triumphierend, ein Neonazi-Konzert verhindert zu habe: Doch die Nazis wurden zwar von einem Ort vertrieben, nur um anderswo dann ungestört konzertieren zu können. Im Mai war ein Konzert im Salzkammergut ebenso ungestört über die Bühne gegangen.
Sowohl Blood and Honour als auch die Hammerskins verfügen über Aktivisten in Österreich. Blood and Honour war in der Vergangenheit v. a. in Vorarlberg und Wien aktiv, die Aktivitäten der wenigen Hammerskins beschränken sich auf das Innviertel. Dazu kommen bundesweit wohl 2 Dutzend weiterer, meist lokal verankerter, Nazi-Skinbanden, die teilweise auch Konzerte organisieren, etwa die Skinheads Steiermark, die allein durch ihr Logo (SS-Totenkopf kombiniert mit steirischen Landeswappen, Abkürzung „SS“) gegen etwa 3 Gesetze verstoßen, aber dennoch völlig unbehelligt ihr Treiben fortsetzen können und in den vergangenen Jahren prominente US-Bands wie Max Resist in die Steiermark holten.
Die Liedermacherschiene wurde in den letzten Jahren von Gruppen wie dem Bund Freier Jugend, der Burschenschaft Olympia oder der Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik bedient. Neben Auftritten deutscher Szene-Szenestars wie Michael Müller und Frank Rennicke greifen auch vermehrt einheimische Rechte zur Klampfe: etwa der Liedermacher Bernhard aus Suben in Oberösterreich oder die Liedermacherin Isi aus Wien.
Thomas Rammerstorfer
Der Autor referiert gemeinsam mit Markus Rachbauer zum Thema „Brauntöne – rechtsextreme Jugendkulturen und ihre Musik“. Vorträge sind bis Jahresende in Wien, Innsbruck, Bregenz, Graz und dem Burgenland geplant – Termine siehe www.infoladen-wels.at – Kontakt: t.rammerstorfer@gmx.at
[1] Songzeile aus “White Power” von Skrewdriver”
[2] Lied “Zigger, Zigger – shoot those fucking Niggers” vom Album “Barbecue in Rostock”
17. Oktober `09: Antifa-Kundgebung in Braunau
Samstag, 17. Oktober 2009 – 15.00 Uhr

Stadtplatz Braunau/Inn
Infos zur Veranstaltung unter: www.braunau-gegen-rechts.at.tt oder www.kjoe.at
29. Oktober `09: BRAUNTÖNE in Wien
Unsren allseits beliebten Vortrag „Brauntöne – rechtsextreme Jugendkulturen und ihre Musik“ mit Markus Rachbauer und Thomas Rammerstorfer gibts jetzt auch erstmals in Wien: am 29. Oktober um 20 Uhr im NIG, Hörsaal 2, Universitätsstrasse 7.
eine Veranstaltung von KSV/LILI: http://votacomunista.at/news/
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