Linzer FPÖ-Kandidat: „Odin statt Jesus“!
Die FPÖ spielt sich gern als Schützerin des „christlichen Abendlandes“ auf, doch so mancher Parteigänger dürfte bei der Gretchenfrage schon vorgestrig sein: Ein im Internet veröffentlichtes Bild zeigt Benjamin Lehner, FPÖ-Kandidat für den Linzer Gemeinderat, im schicken „Odin statt Jesus“-Teil, mit dem er auf seiner „facebook“-Seite posiert.
Wieder mal ein Beispiel für nicht geglückte Integration…
PS: Erhältlich sind solch intelligente T-Shirts im Übrigen bei diversen Versänden deutscher Rechtsextremer.
Spanischer Bürgerkrieg: Vorträge in Steyr und Wels
Revolution und Bürgerkrieg in Spanien 1936-39
„Auf den Schlacht- und Mordfeldern des spanischen Bürgerkriegs wurde zum letzten Mal um Freiheit, Solidarität, Menschlichkeit im revolutionären Sinn gekämpft: noch heute sind die Gesänge, die für und in diesem Kampf gesungen wurden, für die heutige Generation der einzige noch bleibende Abglanz einer möglichen Revolution.“ (Herbert Marcuse)
Nachdem die stark anarchistisch geprägte Arbeiterschaft 1936 den Militärputsch unter Franco in vielen Städten abwehrte, begann in großen Teilen der nicht-faschistischen Gebiete eine soziale Revolution. Millionen von SpanierInnen errichteten eine föderalistische, solidarische und basisdemokratisch selbstverwaltete Kollektivwirtschaft und trachteten gemeinsam nach einem selbst bestimmten Leben jenseits von Staat, Kapitalismus und Staatskommunismus. „Man hatte das Gefühl, plötzlich in einer Ära der Gleichheit und Freiheit aufgetaucht zu sein. Menschliche Wesen versuchten, sich wie menschliche Wesen zu benehmen und nicht wie ein Rädchen in der kapitalistischen Maschine.“ (George Orwell)
Der Vortrag wird von 2 Mitgliedern der FAS, einer anarchosyndikalistischen Organisation innerhalb der österreichischen Grenzen, gehalten und legt den Schwerpunkt auf die Bedingungen, Erfahrungen und Probleme der spanischen Revolution sowie deren Niedergang.
Wo und Wann:
am 24.3. 2009 um 19:00 Uhr im Röda, Gaswerkgasse 2, 4400 Steyr
am 25.3. 2009 um 19:00 Uhr im Infoladen, Spitalhof 3, 4600 Wels
Antifa-Demo in Wien am 30. Jänner 2009
Am 30. Jänner findet zum 56. Mal der Ball des Wiener Korporations-Rings (WKR) in der wiener Hofburg statt. Der WKR ist ein Zusammenschluss rechter bis rechtsextremer Studentenverbindungen aus dem deutschnationalen Lager. In den verganenen Jahren kamen Rechte und Rechtsextreme aus Österreich und ganz Europa zu hunderten auf den Ball und feierten sich und ihre reaktionäre Ideologie. Es zeigt sich, dass der Ball der männerbündischen Korporationen eine Schnittstelle zwischen der bürgerlichen Rechten und dem Rechtsextremismus darstellt. Diese Inszenierung des (deutsch-)nationalen Lagers darf nicht kommentarlos hingenommen werden.
30.01.2009 / 17:00 Uhr
Demonstration gegen den rechtsextremen WKR-Ball! Europaplatz / Wien
Donnerstag, 5. Februar 2009 um 19:00 Uhr, KAPU, Linz
‘Brauntöne’ – Aktuelle Entwicklungen in der rechtsextremen Musikszene
Ein Bild und Tonvortrag mit Markus Rachbauer & Thomas Rammerstorfer – gemeinsam mit Dr. Didi Bruckmayr
„Primär ist es die Musik die den Weg in die rechtsextreme Szene ebnet“
(Verfassungsschutzbericht 2007, BMI)
11-jährige Kinder, die zu sanften Gitarrenklängen „aryan man awake“ trällern, der Lehrersohn aus dem Mühlviertel, der gegen Schwule rappt, langhaarige Nazi-Satanisten, die zu Black Metal ihren Hass auf das „Judäo-Christentum“ rausschreien, das angeblich ihr „germanisches Blut“ unterdrückt – rechtsextreme Musik beschränkt sich längst nicht mehr auf den Skinheadrock oder folkloristische Marschmusik. Neonazis versuchen an unterschiedlichste Musikstile „anzudocken“ um ihre Ideen in immer mehr Szenen der Jugendkultur zu verbreiten. Rassistische, sexistische, nationalistische, antisemitische und gewaltverherrlichende Weltanschauungen haben in vielen Bereichen Fuß gefasst, in populären Stilen wie Metal oder Hiphop ebenso wie in den Nischen der Liedermacher-, Dark Wave-, Industrial- und Gothic-Szene.
Rachbauer und Rammerstorfer beleuchten in ihrem mit Bildern und Tonbeispielen unterlegten Vortrag sowohl die Geschichte des Rechtsrocks als auch die aktuellen Tendenzen in den Szenen. Nach Möglichkeit wird auf die regionale Szene des Veranstaltungsortes eingegangen.
Ebenfalls an diesem Abend zu Gast ist Dr. Didi Bruckmayr (Traun) – Radikaldenker, -performer, -sänger. Er wird den Abend inhaltlich um den Musikbereich Neofolk erweitern.
Markus Rachbauer (Wels) studiert Politikwissenschaften und Geschichte und arbeitet als pädagogischer Mitarbeiter in einer Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus.
Thomas Rammerstorfer (Linz) recherchiert seit 15 Jahren zu Rechtsextremismus und verwandten Themen, ist Mitglied der Redaktion von Context XXI und Mitarbeiter der „Liga für emanzipatorische Entwicklungszusammenarbeit“ (www.leeza.at).
Beide sind auch beim Welser Infoladen aktiv.
Auf dass es uns den Schädel zerreisse!!!
Eine Veranstaltung des Infoladen Treibsand und der KAPU
weitere Termine: 14. Jänner Graz und 15. Jänner Klagenfurt
Kampagne: Schöner leben ohne Nazi-Läden!
Die KJÖ hat eine Unterschriftenaktion gegen den „Thor Steinar“-Laden in Braunau gestartet:
http://www.braunau-gegen-rechts.at.tt/
Bitte unterstützen!
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