Spanischer Bürgerkrieg: Vorträge in Steyr und Wels
Revolution und Bürgerkrieg in Spanien 1936-39
„Auf den Schlacht- und Mordfeldern des spanischen Bürgerkriegs wurde zum letzten Mal um Freiheit, Solidarität, Menschlichkeit im revolutionären Sinn gekämpft: noch heute sind die Gesänge, die für und in diesem Kampf gesungen wurden, für die heutige Generation der einzige noch bleibende Abglanz einer möglichen Revolution.“ (Herbert Marcuse)
Nachdem die stark anarchistisch geprägte Arbeiterschaft 1936 den Militärputsch unter Franco in vielen Städten abwehrte, begann in großen Teilen der nicht-faschistischen Gebiete eine soziale Revolution. Millionen von SpanierInnen errichteten eine föderalistische, solidarische und basisdemokratisch selbstverwaltete Kollektivwirtschaft und trachteten gemeinsam nach einem selbst bestimmten Leben jenseits von Staat, Kapitalismus und Staatskommunismus. „Man hatte das Gefühl, plötzlich in einer Ära der Gleichheit und Freiheit aufgetaucht zu sein. Menschliche Wesen versuchten, sich wie menschliche Wesen zu benehmen und nicht wie ein Rädchen in der kapitalistischen Maschine.“ (George Orwell)
Der Vortrag wird von 2 Mitgliedern der FAS, einer anarchosyndikalistischen Organisation innerhalb der österreichischen Grenzen, gehalten und legt den Schwerpunkt auf die Bedingungen, Erfahrungen und Probleme der spanischen Revolution sowie deren Niedergang.
Wo und Wann:
am 24.3. 2009 um 19:00 Uhr im Röda, Gaswerkgasse 2, 4400 Steyr
am 25.3. 2009 um 19:00 Uhr im Infoladen, Spitalhof 3, 4600 Wels
Gedenk- und Befreiungsfeiern 2009
Mauthausen Komitee Österreich | Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen | Comité International de Mauthausen – 64 Jahre Befreiung des KZ-Mauthausen
Das vorläufige Programm der Gedenk- und Befreiungsfeiern 2009 – das Thema des Jahres: „Widerstand aus religiöser Motivation und das KZ Mauthausen“
Donnerstag, 5. Februar 2009, 19 Uhr, MAUTHAUSEN, Donausaal
Dienstag, 24. März 2009, 14.00 Uhr, WIEN – Saurerwerke – Oriongasse – Wien XI.
Sonntag, 5. April 2009, 14.00 Uhr, RECHNITZ – Kreuzstadel – Bgld.
Sonntag, 5. April 2009, 14.00 Uhr, HADERSDORF – NÖ.
Freitag, 10. April 2009, 14.30 Uhr, HINTERBRÜHL – Gedenkstätte NÖ.
Freitag, 24. April 2009, 11.00 Uhr, SALZBURG – Mahnmal für Roma und Sinti – Ignaz Rieder Kai 21 – Szbg.
Dienstag, 28. April 2009, 18.00 Uhr, LENZING – Gedenkstein – OÖ.
Mittwoch, 29. April 2009, VÖCKLABRUCK – Gedenkstein – OÖ.
Dienstag, 5. Mai 2009, 19.30 Uhr, ATTNANG – PUCHHEIM – Bahnhof – OÖ.
Donnerstag, 7. Mai 2009, 18.00 Uhr, REDL-ZIPF – Gedenkstätte – OÖ.
Donnerstag, 7. Mai 2009, 18.30 Uhr, WELS – Jüdisches Mahnmal – OÖ.
Freitag, 8. Mai 2009, 8.30 Uhr, LINZ – Universität – Symposium zum Schwerpunktthema – OÖ.
Freitag, 8. Mai 2009, 10.00 Uhr, WIEN – Floridsdorf – Pragerstrasse 33 – Wien
Freitag, 8. Mai 2009, 10.00 Uhr, LINZ (III) – VOEST – Lunzerstraße – Sportplatz – OÖ.
Freitag, 8. Mai 2009, 11.00 Uhr, AMSTETTEN – Gedenkstätte – NÖ
Freitag, 8. Mai 2009, 17.00 Uhr, St. VALENTIN – Herzograd – Bahnhof – NÖ.
Samstag, 9. Mai 2009, 10.30 Uhr, GUNSKIRCHEN – Gedenkstätte – OÖ.
Samstag, 9. Mai 2009, 10.30 Uhr, EBENSEE – Gedenkstätte – OÖ.
Samstag, 9. Mai 2009, 16.00h, WEYER-DIPOLDSAU, Denkmal, OÖ.
Samstag, 9. Mai 2009, 17.30 Uhr, GUSEN – Gedenkstätte – Memorial – OÖ.
Sonntag, 10. Mai 2009 MAUTHAUSEN – Gedenkstätte
09.00 Uhr Gottesdienste
09.30 Uhr Internationaler Jugendmarsch vom Platz vor dem Donausaal Mauthausen zur Gedenkstätte
10.00 Uhr Kundgebungen bei den nationalen Denkmälern
11.00 Uhr Einmarsch Appellplatz Gedenkstätte, Begrüßungen, Gedenkrede, Europahymne
Sonntag, 10. Mai 2009, 15.30 Uhr, RIED i. d. RIEDMARK – Gedenkstein „Mühlviertler Hasenjagd“ – OÖ.
Montag, 11. Mai 2009, 10.30 Uhr, MELK – Gedenkstätte – NÖ.
Montag, 11. Mai 2009, 17.30 Uhr, STEYR – Denkmal, Haagerstrasse – OÖ.
Freitag, 15. Mai 2009, 10.00 Uhr, WIENER NEUSTADT – Pottendorferstraße – NÖ
Samstag, 16. Mai 2009, 9:00-17:00 Uhr, NEU GUNTRAMSDORF – Gedenkfahrt nach Mauthausen – Pfarrkirche und KZ Gedenkstätte – NÖ.
Sonntag, 17. Mai 2009, 17.00 Uhr, GALLNEUKIRCHEN – Mahnmal – OÖ.
Montag, 25. Mai 2009, 11.00 Uhr, LINZ (II) – Päd, Hochschule Diözese Linz, Salesianumweg 3 – OÖ.
Samstag,13. Juni 2009, LOIBLPASS – Gedenkstätten – Ktn.
9.00 Uhr Gedenkkundgebung – österreichische Seite
11.00 Uhr Gedenkkundgebung – slowenische Seite
Samstag, 27. Juni 2009, 11.00 Uhr, BRETSTEIN – Gedenkstätte – Stmk.
Samstag, 27. Juni 2009, 15.00 Uhr, ST. PANTALEON – Bez. Braunau – Gedenkstätte – OÖ.
Sonntag, 28. Juni 2009, 14.00 Uhr, BAD EISENKAPPEL / ZELEZNA KAPLA – Persmanhof – Ktn.
Freitag, 18. September 2009, 20.00 Uhr, BERG IM DRAUTAL – Ktn.
Donnerstag, 1. Oktober 2009, ALKOVEN – Schloss Hartheim – Gedenkstätte, OÖ.
Freitag, 23. Oktober 2009, 17.00 Uhr, VILLACH – Denkmal der Namen, Widmannstr. – Ktn.
Freitag, 30. Oktober 2009, 19.00 Uhr, TERNBERG – Jugendscharbaracke, Heldenstr. – OÖ.
Mittwoch, 11. November 2009, 19.00 Uhr, VILLACH – Evangelische Kirche Stadtpark, Ktn.
Samstag, 14. November 2009, 11.00 Uhr, LACKENBACH – Gedenkstätte – Bgld.
„Brauntöne“ in Graz und Klagenfurt
Markus Rachbauer und Thomas Rammerstorfer vom Welser Infoladen sind mit ihrem Vortrag „Brauntöne – rechtsextreme Musik“ in Graz und Klagenfurt zu Gast.
14. Jänner 2009, 19 Uhr GRÜNE AKADEMIE, Paulustorgasse 3/I, 8010 Graz
15. Jänner 2009, 19 Uhr IKUZ im Volkshaus, Südbahngürtel 24, 9020 Celovec/Klagenfurt
Donnerstag, 5. Februar 2009 um 19:00 Uhr, KAPU, Linz
‘Brauntöne’ – Aktuelle Entwicklungen in der rechtsextremen Musikszene
Ein Bild und Tonvortrag mit Markus Rachbauer & Thomas Rammerstorfer – gemeinsam mit Dr. Didi Bruckmayr
„Primär ist es die Musik die den Weg in die rechtsextreme Szene ebnet“
(Verfassungsschutzbericht 2007, BMI)
11-jährige Kinder, die zu sanften Gitarrenklängen „aryan man awake“ trällern, der Lehrersohn aus dem Mühlviertel, der gegen Schwule rappt, langhaarige Nazi-Satanisten, die zu Black Metal ihren Hass auf das „Judäo-Christentum“ rausschreien, das angeblich ihr „germanisches Blut“ unterdrückt – rechtsextreme Musik beschränkt sich längst nicht mehr auf den Skinheadrock oder folkloristische Marschmusik. Neonazis versuchen an unterschiedlichste Musikstile „anzudocken“ um ihre Ideen in immer mehr Szenen der Jugendkultur zu verbreiten. Rassistische, sexistische, nationalistische, antisemitische und gewaltverherrlichende Weltanschauungen haben in vielen Bereichen Fuß gefasst, in populären Stilen wie Metal oder Hiphop ebenso wie in den Nischen der Liedermacher-, Dark Wave-, Industrial- und Gothic-Szene.
Rachbauer und Rammerstorfer beleuchten in ihrem mit Bildern und Tonbeispielen unterlegten Vortrag sowohl die Geschichte des Rechtsrocks als auch die aktuellen Tendenzen in den Szenen. Nach Möglichkeit wird auf die regionale Szene des Veranstaltungsortes eingegangen.
Ebenfalls an diesem Abend zu Gast ist Dr. Didi Bruckmayr (Traun) – Radikaldenker, -performer, -sänger. Er wird den Abend inhaltlich um den Musikbereich Neofolk erweitern.
Markus Rachbauer (Wels) studiert Politikwissenschaften und Geschichte und arbeitet als pädagogischer Mitarbeiter in einer Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus.
Thomas Rammerstorfer (Linz) recherchiert seit 15 Jahren zu Rechtsextremismus und verwandten Themen, ist Mitglied der Redaktion von Context XXI und Mitarbeiter der „Liga für emanzipatorische Entwicklungszusammenarbeit“ (www.leeza.at).
Beide sind auch beim Welser Infoladen aktiv.
Auf dass es uns den Schädel zerreisse!!!
Eine Veranstaltung des Infoladen Treibsand und der KAPU
weitere Termine: 14. Jänner Graz und 15. Jänner Klagenfurt
Österreichs grösstes Ska-Festival steigt in Wels
Ska, die schnelle und tanzbare Urform des Reaggae, erfreut sich immer grösserer Beliebtheit – bereits zum vierten mal steigt Österreichs grösste Ska-Party im alten Schlachthof. Mit dabei die deutsche Ska-Legende SKAOS, aus Italien die GLEEMAN MEMBERS und als Local Heroes die „Mariachis de las Fiestas Locas“ aus OÖ. Zwischen und nach den bands sorgt das Linzer Soundsystem „Move Bros.“ für Wohlbefinden.
If I can’t dance to it, it’s not my revolution IV mit “Skaos”, “Gleeman Members” und “Mariachis de las Fiestas Locas” Samstag, 27. Dezember 2008, 20 Uhr, im Alten Schl8hof, Dragonerstr. 22, 4600 Wels
Skaos: Skaos sind jetzt schon Legende! Seit 1982 rollt schon ihr Ska-Express unermüdlich, Tourneen durch ganz Europa und selbst bis ins ferne Japan hat die siebenköpfige Formation ihren Sound schon exportiert. Skaos garantieren eine mitreißende und schweißtreibende Live-Show mit Tanzgarantie. Temporeicher Hardcore-Ska, fette Bläsersätze, groovige Rythmen und gelegentliche Flirts mit Reggae, Rhythm‘n Blues, Punk und Rock’n Roll, werden hier zum typischen Skaos-Sound und vermischt und begeistern nach wie vor alte und neue Fans.
The Gleeman Members: Es war Ende 2004, als sich die Band „The Gleeman members” in Schlanders (Südtirol) zusammengefunden hat. Die Gleeman members produzieren seither jamaikanische Ska- und Reggae-Musik. Auch Stilelemente wie Soul oder Funk gehören zum festen Bestandteil der groovigen Musik der Gleeman members. Gespielt werden vorwiegend selbst komponierte Stücke.
Mariachis de las Fiestas Locas: Die Mariachis de las fiestas locas verschmelzen auf den Bühnen eurasische Folklore Musik und Elemente der Worldmusic mit der feurigen Energie des Ska und des Rock`n Roll. Gesungen wird in einem kosmopolitischen Mix aus Englisch, Spanisch und alpinem Dialekt.
Veranstalter: Infoladen Wels – linke Buchhandlung.
06.11. in Wels: Kundgebung gegen Rassismus / Gedenken an antisemitische Pogromnacht am 09. November 1938
Donnerstag, 6. November, 19.00 Uhr, Wels, Pollheimerpark
Am Donnerstag, dem 6. November 2008, um 19.00 Uhr führen die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) eine Kundgebung gegen Rassismus und Fremdenhass durch. Zu dieser Kundgebung vor dem Jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark rufen zahlreiche Organisationen auf, darunter auch der infoladen.
Einleitende Worte sprechen Bürgermeister Dr. Peter Koits und Antifa-Vorsitzender Dr. Robert Eiter, die Gedenkrede hält der bekannte Journalist und Historiker Dr. Peter Huemer. Für die Umrahmung sorgen der Schauspieler Martin Prast und Schülerinnen des Bundesgymnasiums Schauerstraße unter der Leitung von Mag. Rudolf Weber.
Flugblatt zur Veranstaltung siehe: http://i37.tinypic.com/2qmjmhf.jpg (Seite 1), http://i36.tinypic.com/30cuesp.jpg (Seite 2)
28. Juni: Buchpräsentation: „Die großen Streiks“
Buchpräsentation „Die großen Streiks – Episoden aus dem Klassenkampf“ mit den Herausgebern Holger Marcks und Matthias Seiffert
am Samstag dem 28.6., 18 Uhr, im Infoladen Wels, Spitalhof 3
Hier nähere Infos zum Buch:
„Die großen Streiks“ umfasst eine Reihe von bedeutenden und kämpferischen Streiks des 20. Jahrhunderts, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Vom einfachen Lohnkampf bis zum Generalstreik, vom Erfolg auf ganzer Linie bis zum totalen Fiasko. Erfasst werden dabei die verschiedenen Phasen und Formen des Arbeitskampfes. Es werden die Ereignisse und Entwicklungen dargestellt, die Hintergründe erläutert und durch Porträts der ProtagonistInnen vertieft. Die geschilderten Arbeitskämpfe stehen exemplarisch entweder für bestimmte Streikformen oder die ArbeiterInnenbewegung in einer bestimmten Phase oder Region. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf den Spannungsfeldern von Basis und Gewerkschaftsführung und deren (widersprechenden) Strategien. Ein Glossar und kommentierte Literaturlisten vervollständigen das Lesebuch der internationalen HistorikerInnen aus den syndikalistischen Gewerkschaften wie FAU, IWW und CNT.
Das Buch ist zum Preis von ca. 15,10 Euro auch bei der linken Buchhandlung Infoladen Wels erhältlich (kostenlose Hauszustellung per Post): info@infoladen-wels.at

Holger Marcks und Matthias Seiffert (Hg.)
Die großen Streiks
Episoden aus dem Klassenkampf
ISBN-13: 978-3-89771-473-1
Ausstattung: br., 264 Seiten
Unrast Verlag, 1. Auflage, April 2008
siehe auch: http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,282,7.html
2. Juli 08: „Irak – ein politischer Reisebericht“ in Linz
Irak – ein politischer Reisebericht
Bildvortrag am 2. Juli 2008, 19 Uhr
Melicharstr. 8 (KPÖ-Haus) – 4020 Linz
Thomas Rammerstorfer war im Mai gemeinsam mit 5 weiteren MitarbeiterInnen der „Liga für emanzipatorische Entwicklungszuammenarbeit“ (LEEZA) im Nordirak. Das dortige kurdische Autonomiegebiet ist weitestgehend vom Terror islamistischer und baathistischer Gruppen verschont, kämpft aber mit einer ganzen Reihe eigener Probleme, von Korruption, Wasser-und Strommangel bis hin zu den Angriffen türkischer, fallweise auch iranischer Truppen.
Ein großer Teil des Vortrages widmet sich auch der Situation der Frauen und ihrem Kampf um Gleichberechtigung. LEEZA unterstützt 3 Frauenzentren, eine Radiostation sowie 5 mobile Teams im Nordirak.
5. Juli 2008 – Globaler Aktionstag gegen Starbucks
Die Starbucks Workers Union aus Grand Rapids (USA) und die CNT Sevilla (Spanien) haben für den 5. Juli zu einem internationalen Aktionstag gegen die Kaffee-Kette Starbucks aufgerufen.
Ziel der Aktion ist es, über die Arbeitsbedingungen bei Starbucks zu informieren und gegen die anti-gewerkschaftlichen Praktiken des Konzerns zu protestieren.
Konkreter Anlass ist die wiederholte Entlassung von gewerkschaftlich
aktiven ArbeiterInnen, dieses Mal in Sevilla.
Beide Gewerkschaften rufen zu weltweiter Beteiligung an den Aktionen auf. Auch in der BRD sind Aktionen geplant. Wir informieren weiter.
[FAU-IAA]
Am 24. April wurde die Barista Monica in Sevilla gefeuert, die ein aktives Mitglied der kurz zuvor gegründeten Starbucks-Betriebsgruppe der CNT in Sevilla ist. Die CNT fordert ihre sofortige Wiedereinstellung und hat bereits erste Aktionen in Starbucks-Filialen der Stadt durchgeführt.
Das Vorgehen gegen Monica gleicht demjenigen gegen den Versuch von ArbeiterInnen sich in den USA bei Starbucks gewerkschaftlich zu organisieren. Dort werden immer wieder Leute gefeuert, die sich in der
Starbucks Workers Union der IWW organisieren.
Dagegen sind mehrere Prozesse wegen anti-gewerkschaftlicher Praktiken vor Arbeitsgerichten anhängig. Und das obwohl der Kaffee-Multi bereits vor einem Jahr in einem anderen Fall zugesichert hatte, Repressionen und Einschüchterungen gegen ArbeiterInnen einzustellen, die der Starbucks Union beitreten.
Angesichts der Tatsache, dass der Multi Starbucks in mehreren Ländern versucht, gegen gewerkschaftliche Organisierung vorzugehen, haben sich die CNT Sevilla und die SWU Grand Rapids entschlossen, einen globalen Aktionstag auszurufen, um koordiniert gegen diese Praktiken vorzugehen.
Auch in der BRD wird es Aktionen anlässlich des globalen Aktionstages geben. In den vergangenen Jahren hatte die FAU in mehreren Städten und zu wiederholten Anlässen Aktionen bei Starbucks durchgeführt, um gegen die Repression bei Starbucks in den USA zu protestieren und über die Arbeitsbedingungen aufzuklären. Wir werden weiter über den Aktionstag informieren.
Hintergrundinfos auf Englisch und Spanisch findet sich unter:
http://www.starbucksunion.org/
http://seccionstarbuckscnt.wordpress. com
Am 27. Mai 2008 demonstrierten in Sevilla/Spanien ein Dutzend Mitglieder der anarchosyndikalistischen CNT-AIT gegen die Entlassung ihrer Kollegin Monica.
Aufgerufen hatte das „Syndikat Handel und Hotelgewerbe“ der CNT, die vor den Türen von vier Niederlassungen des multinationalen Gaststätten-Konzerns Starbucks demonstrierten.
Sie fordern die Wiedereinstellung der Gewerkschaftsdelegierten Monica.
Mit diesen Aktionen starten sie eine internationale Kampagne gegen den amerikanischen Mulit für die Wiedereinstellung der Arbeiterin. Gleichzeitig werden weitere Aktionen vorbereitet, die auf den 5. Juli 2008
vorbereiten, den globalen Aktionstag gegen die gewerkschaftliche Unterdrückung bei Starbucks.
CNT-AIT Sevilla
http://cnt.es/sevilla
+++++++++++++++++++++
Was ist los bei STARBUCKS?
Sevilla: Arbeiterin der Gewerkschaft CNT-IAA entlassen
Am 24. April 2008 wurde unsere Genossin Mónica, eine Barfrau bei dem multinationalen Kaffeehaus STARBUCKS, ohne Vorwarnung gekündigt. Der Bereichsleiter Tomás Pinto ist bekannt für unberechtigte Entlassungen. Er behauptet, dass ihr „Profil nicht den Anforderungen entspräche“ und es zu „Reibereien mit den Kolleg/innen“ gekommen sei. Überraschenderweise kam er zu dieser Beurteilung erst nach eineinhalb
Jahren Mitarbeit. Sicher ist nur, dass Mónica begonnen hatte eine Betriebsgruppe der Gewerkschaft CNT in der Firma zu gründen. Obwohl sie ihre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft und ihre Rolle als Delegierte der Betriebsgruppe noch nicht offen mitgeteilt hatte, hatte sie während ihrer Zeit bei der Firma ihre Rechte und ihre Würde als Arbeiterin gefordert.
Zum Beispiel hatte sie sich an Ostern geweigert das doppelte ihrer üblichen Tagesschicht zu arbeiten, da es fraglich war, ob diese Arbeitszeit wie Überstunden bezahlt würde. Ausserdem hatte sie ihre Rechte verteidigt als sie sich weigerte an regelmäßigen Sitzungen teilzunehmen, die ausserhalb des Arbeitsplans stattfanden und weder mit Geld noch mit Freizeit ausgeglichen wurden.
Aber noch schlimmer kam es als die Manager herausfanden, dass sie Kontakt zu einem entlassenen Kollegen suchte. Die Geschäftsleitung hatte sie mehrmals ermahnt, dass sie nichts bei den Gewerkschaften zu suchen hätte. Wenige Tage später wurde sie dann rausgeschmissen.
Vorgeschichte der Unterdrückung auch in den USA
Es ist nicht das erste mal, daß STARBUCKS diejenigen Arbeiter/innen bestraft, die sich gewerkschaftlich organisieren. In den Vereinigten Staaten, dem Herkunftsland dieses multinationalen Konzerns, gibt es eine lange Geschichte von Entlassungen – auch gegen die Arbeiter/innen der revolutionären Gewerkschaft IWW (Industrial Workers of the World). Momentan kämpfen die Kolleg/innen der Gewerkschaft Starbucks-Union in Grand Rapids (Michigan / USA) gegen Diskriminierung wegen ihrer Gewerkschaftsmitgliedschaft.
Die CNT Sevilla kämpft für die Wiedereinstellung
Das Handels-Syndikat der Gewerkschaft CNT-IAA wird es nicht zulassen, dass unsere Genossin in ihrer Gewerkschaftsfreiheit unterdrückt wird. Wir werden für ihre Wiedereinstellung kämpfen.
Obwohl wir die Gesprächsbereitschaft der Firma positiv bewerten, schließen wir nicht aus, dass wir in Kürze eine internationale Kampagne starten, die wir bereits vorbereiten.
Dabei zählen wir auf die Solidarität der Mitgliedsorganisationen der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA) in über zehn Ländern, sowie auf die Solidarität anderer Basisgewerkschaften, wie der IWW.
CNT-IAA Sevilla (Spanien), http://www.cnt.es/sevilla/
Internationale Arbeiter/innen-Assoziation (IAA), http://www.iwa-ait.org
Blog der CNT-AIT Starbucks
http://seccionstarbuckscnt.wordpress.com/
gemeinsamer Aufruf der CNT-AIT und der Starbucks Union zum Globalen Aktionstag 5.7.
http://seccionstarbuckscnt.wordpress.com/dia-de-accion-globalglobal-day-of-action/
Link zum original Artikel mit Fotos von der Aktion am 26.Mai
http://www.cnt.es/sevilla/cms/index. php?option=com_content&task=view&id=68&Itemid=1
Link zum Hintergrundartikel:
http://www.cnt.es/sevilla/cms/index. php?option=com_content&task=view&id=17&Itemid=31
In den vergangenen zwei Jahren hat die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft FAU-IAA wiederholt Aktionen bei Starbuck-Filialen in mehreren Städten der BRD durchgeführt.
Neben der Unterstützung der GenossInnen, die in den USA durch Starbuck gefeuert wurden, ging es
dabei auch um die Arbeitsbedingungen bei Starbuck hierzulande.
Zu den Hintergründen der Repression gegen gewerkschaftliche Organisierungsversuche bei Starbuck finden sich auf http://www.fau.org etliche Beiträge.
Einige ausgewählte Beispiele:
http://www.fau.org/artikel/art_060801-104042
http://www.fau.org/artikel/art_070519-064536
http://www.fau.org/ortsgruppen/berlin/art_070330-040553
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