Zwischen Gottesstaat und Demokratie

 

Dunja Larise/Thomas Schmidinger (Herausgeber)

ZWISCHEN GOTTESSTAAT UND DEMOKRATIE

Handbuch des politischen Islam

Deuticke Verlag

 

Die Diskussionen über den Islam und echten wie angeblichen politischen Islamismus sind in Österreich vor allem durch Unwissenheit und Verallgemeinerungen gekennzeichnet. Der kenntnisreiche Wiener Politikwissenschafter Thomas Schmidinger ist hier schon seit geraumer Zeit ein einsamer Lichtblick, nun hat er gemeinsam mit der in Sarajevo geborenen Dunja Larise ein „Handbuch des politischen Islam“ herausgegeben, das sich vor allem mit der Lage in Österreich befasst. Verstärkt wurden Larise und Schmidinger dabei von einem Team junger StudentInnen und JournalistInnen.

Im ersten Teil wird in die Begrifflichkeiten eingeführt und die Geschichte des Islam in Österreich, die ja bis weit in die Monarchie zurückreicht, dargestellt. Der zweite und eigentliche Hauptteil befasst sich mit Organisationen, Akteuren und Strukturen des politischen Islam in Österreich, gegliedert nach dem jeweiligen Migrationshintergrund – oder Nicht-Migrationshintergrund, denn auch den Konvertiten aus Österreich ist ein Kapitel gewidmet. Der dritte Teil befasst sich mit der „Sonderfall“ der „Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“ (IGGiÖ), die zwar die offizielle Vertretung der Religionsgeminschaft ist, innerhalb der moslemischen Community aber nur beschränkten Rückhalt geniesst.

„Zwischen Gottesstaat und Demokratie“ ist ein gut aufgebautes und verständlich geschriebenes Standardwerk für jeden, der sich mit dem Islam in Österreich befasst. Es ist bestens geeignet als Einstiegslektüre in die Thematik ebenso wie als Nachschlagewerk für ExpertInnen – wobei hierfür ein Register hilfreich gewesen wäre, dessen Fehlen allerdings den einzigen kleinen Schwachpunkt des Buches darstellt.

 

Das Buch kostet 20,50 und ist natürlich auch im Infoladen Wels – Linke Buchhandlung erhältlich (info@infoladen-wels.at).

 

Thomas Rammerstorfer

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Diverses

Eine Antwort zu “Zwischen Gottesstaat und Demokratie

  1. Günni

    Endlich mal eine linke Stimme gegen den Islam.
    Wenn die Linken mit ihren durchweg antireligösen Standpunkten nicht vollends unglaubwürdig wirken wollen dann sollten sie spätestens jetzt anfangen zu schreiben was das Zeug hält. Ansonsten kommt die Frage auf wer wen als 5. Kolonne missbraucht. Die Sozialisten den Islam oder der Islam die Sozialisten.

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