Wahlen in Wels: Angst klarer Sieger, aber auch Dummheit und Hass schaffens in den Gemeinderat!

Langeweile ebenso wieder vertreten

Wir habens ja geahnt: Diese Wahl wird schlimm ausgehen. Die SP hat keinen Punkt unseres FPÖlerInnen-Integrationspaketes umgesetzt und sitzt jetzt in der Tinte. Die Freiheitlichen wollen und wollen sich nicht integrieren, sie werden sogar immer eigenartiger.

Integration von MigrantInnen hingegen funktioniert in Wels tadellos. Die besten Ergebnisse erzielte die FPÖ etwa in der Stephanssiedlung, die vor allem von ehemaligen ´56-Ungarn bewohnt wird, die die Siedlung auch gleich nach ihrem ungarischen Nationalheiligen benannten (man stelle sich vor türkische MigrantInnen würden – gleiches Recht für alle – die Noitzmühle in „Allahs Siedlung“ oder „des Propheten Mohammeds Mühle“ umbenennen – das wäre gleichbedeutend mindestens mit dem Untergang der Christenheit).

Migrant ist ja nicht gleich Migrant. Es gibt Faktoren, die die Integration erschweren, etwa wenn wer eine dunkle Hautfarbe hat oder ein Kopftuch. Das kann einen in den Wahnsinn treiben oder gar zur FPÖ. Aber es gibt auch Faktoren die Integration erleichtern: Katholizismus etwa, Antikommunismus, oder Alkoholismus. Das gilt es zu forcieren.

Bernhard Wieser ist zweifellos der größte Intellektuelle den die Welser FPÖ je hervorgebracht hat. Er hat sogar ein Buch geschrieben: „Kapellen, Marterl und Kreuze in Wels und Umgebung mit dem Rad entdecken“. Wieser hat sich darin einen Welser „Jakobsweg“ ausgedacht. Jeder, der Buße tun will, kann anhand von Wiesers Buch von Marterl zu Kreuze kriechen, äh radeln. Im Zuge der Buchpräsentation radelte Wieser zu den heiligen Stätten, gemeinsam mit Politikerkollegen und Welser JournalistInnen. Es scheint bei diesen beiden Berufsgruppen das Bußbedürfniss besonders groß zu sein.

Aber nicht groß genug. Um Vergebung zu erlangen müsste der vereinte Welser Schmierfinkenschwarm mindestens zum Mond radeln. Obwohl man sich manchmal die Frage stellt: Sind das überhaupt mehrere Personen, oder gibt es irgendwo ein fettes WimmerFamlerMoserNowakStiebler-Geschöpf, das mit einem riesigen schwarzblau-farbigem Parteibuch ausgestattet permanent und zwanghaft sinnlose Sätze produziert bei dem in jedem mindestens einmal „Integrationsverweigerer“ oder „Ausländerkriminalität“ oder „Mülltrennung“ vorkommen muß? In meinen Tagträumen stelle ich mir vor, daß dieses Welser JournalistInnen-Monster dann aussieht wie Jabba the Hut aus Star Wars oder wie Ludwig Reinthaler.

Ja, es gibt sie tatsächlich, die Probleme. Die Ausländer tun nicht Müll trennen. Danke an die Grünen, daß ihr uns diesen Recycling-Floh in den 90ern ins Ohr gesetzt habt habt. Eure Umweltschutzgedanken werden jetzt gegen ihre Urheber verwendet. Die Mülltrennungsrevolution frisst ihre Eltern. Aber so neu ist die Idee ja gar nicht, das kostenlose Abliefern von Rohstoffen für die Industrie war schon im Zweiten Weltkrieg ein beliebter Zeitvertreib der Volksgemeinschaft (fragen sie Leute, die damals zur Schule gingen), und die Ausländer wollen sich dem entziehen, zum Schaden des „Volksganzen“. So nicht! Sonst wird’s wieder nix mit dem Endsieg.

Ausländer sind Jugendliche sind kriminell. Somit eine Konkurrenz für inländische Kriminelle. Zumal Österreicher, das asoziale Verhalten anscheinend schon im Blut, immer Einzeltäter sind, und Ausländer immer organisierte Gangster. Das wissen wir ja aus der Zeitung. Ja verdammt, was kann denn ein Einzelner schon bewirken? Nix. Die Kriminalitätsrate Oberösterreichs ist von ´07 auf `08 um über 5 % gesunken. Schwere Delikte gibt es kaum, außer es rottet wieder mal ein Pensionist seine Familie aus (falls sie Journalist sind schreiben sie in so einem Fall bei einem Österreicher als Täter „Familiendrama“, bei einem Türken „Ehrenmord“). Die im Bezirksvergleich höchste Aufklärungsquote hat Wels. Egal, die Angst bleibt, weil wie John Cale schon sang, nicht beer – was ich vermutet hätte – sondern „fears a man`s best friend!“. Und damit wir uns noch mehr fürchten können haben wir jetzt eine Stadtwache, im vorauseilenden Gehorsam noch von der SP installiert. Die ist eigentlich zu gar nix gut (die Stadtwache), aber was solls. Geld wird woanders auch verschwendet.

Und das muß man sich dann wiederholen. So versucht die Polizei angebliche Teilnehmer einer angeblich illegalen Versammlung gegen den wählerischen Rechtsruck jeweils Euro 218,- abzuluchsen. Daß man z. T. erst 16-jährige die Höchststrafe für dieses furchtbare Vergehen anhängt zeigt von großem Engagement. Welches die Welser Polizei leider stets vermissen lässt, wenn es sich nicht um junge Schüler bei der Fahrbahnquerung handelt (zum Glück wurden sie nicht gleich erschossen) sondern etwa um marodierende Neonazis, wie bei den rechtsradikalen Störversuchen bei der 9. November-Kundgebung oder der Anti-Wieser-Demo. Aber was solls: Man kann sich ja nicht um alle kümmern und Gnade für Rechts (oder so ähnlich) ist ja sogar ein altes christliches Prinzip.

Wikipedia weiß es: Im Jahre 1880 kam auf 1600 WelserInnen ein Polizist – heute müssen nur 250 WelserInnen auf einen Polizisten aufpassen.  Kein Wunder, daß alle Angst haben.

Thomas Rammerstorfer

siehe auch:

https://kvinfoladenwels.wordpress.com/2009/09/19/infoladen-wels-fordert-integrationspaket-fur-fpolerinnen/

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