Neues aus der Braunzone (1)

In dieser Reihe wollen wir in zwangloser Folge über die neuesten Entwicklungen im blau-braun-bunten Freiluftirrenhaus berichten

Der Welser FP-Stadtrat Berni Wieser ist seit der Niederlage bei der Bürgermeisterwahl wieder zurück in eine Art politischen Dauerschlaf gefallen. Das ist nicht unerfreulich, sieht man doch gerade in Kärnten was die orange-blauen Politmafiosi anrichten, wenn sie ihre erworbene Macht auch ausüben und sich nicht nur auf die Entgegennahe ihrer Gehälter beschränken.

Wieser und die braunen Zecken 

Durchaus neue nette Details gibts indes von der „Nationalen Volkspartei“ (NVP), deren Kandidatur zur Landtagswahl Wieser per Unterschrift ermöglichen wollte. Mittlerweile ist das Verbot des Antritts der NVP bei der Landtagswahl vom Verfassungsgerichtshof bestätigt. Der „Bundesjugendführer“ der NVP, Mario Aulabauer, sitzt nach wie vor wegen des Verdachtes auf schwere Sachbeschädigung und NS-Wiederbetätigung in U-Haft (es gilt die Unschuldsvermutung). Erst 2008 war er wegen ähnlicher Delikte verurteilt worden: unter anderem hatte er einen Würstlstand mit Ziegelsteinen beschmissen. Gegen 5 Mitglieder (also alle?) der oberösterreichischen NVP laufen ebenfalls Verfahren wegen des Verdachtes der NS-Wiederbetätigung. Eine Distanzierung von Bernhard Wieser zu diesen „braunen Zecken“ – wie Wiesers eigene Parteifreunde von der FPÖ Enns die NVP in einem Flugblatt bezeichnen! – wäre schön langsam angebracht…

…ist aber unwahrscheinlich – ja fast unmöglich. Denn überall in Oberösterreich (okay, Enns vielleicht ausgenommen) packeln Blaue mit Braunen – oder „Bunten“. Es ist offenbar auch kein Problem für mehrere Parteien gleichzeitig aktiv zu werden, was das FP-Statut eigentlich verbietet. Ein krasses Beispiel ist die Krenglbacher FP-Gemeinderätin Barbara Gunacker, Gattin des dortigen FP-Gemeindevorstandes Ing. Erwin Gunacker. Sie ist offenbar in der FP nicht ausgelastet und so gleichzeitig für die rechtsextreme Splittergruppe „Die Bunten“ aktiv. Gunacker ist Administratorin der „Bunten“-Seite bei „facebook“.

Mit Leib und Seele Nazi?

Eine von drei AdministratorInnen: Da wären noch der obligatorische Ludwig Reinthaler und der Gründer der Seite, der sich bei facebook „Günni Valhöll“ nennt (sein richtiger Name ist uns bekannt) und ein altgedienter Aktivist der oberösterreichischen Neonazi-Szene ist. Dort ist er unter seinem Spitznamen „Eigruber“ (nach dem ehemaligen NSDAP-Gauleiter von „Oberdonau“) bekannt. Auf einer rechtsextremen Flirtseite (ja, so was gibts tatsächlich!) verrrät er (username: Eigruber): „Ich bin mit Leib und Seel N…“.

„Günni Valhöll“  taucht auch bereits auf einem Foto auf, dass am 8. Oktober 2008  in der Tageszeitung „Österreich“ 2008 erschienen ist – als Anleiter beim Bogenschiessen auf einer Veranstaltung der „Freiheitlichen Jugend“ – womit sich der braun-bunt-blaue Kreis wieder mal schliessen würde.

guckst du auch:

https://kvinfoladenwels.wordpress.com/2010/01/08/neues-aus-der-braunzone-2/

https://kvinfoladenwels.wordpress.com/2009/09/12/fpo-funktionar-verkauft-ostmark-leiberl/

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3 Antworten zu “Neues aus der Braunzone (1)

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