Artikel über “Brauntöne”
Ein gelungener Artikel zum “Brauntöne”-Vortrag in Wörgl:
http://www.vero-online.info/page.php?id=1446
Termine!
Ola GenossInnen,
drei spannende Antifa-Vorträge in OÖ in den nächsten Tagen:
3. Februar 2010 um 19 Uhr: Heribert Schiedel „Wie rechtsextrem ist die FPÖ?“ bei der KPÖ, Melicharstr. 8, Linz
4. Februar 2010 um 18 Uhr: Markus Rachbauer und Thomas Rammerstorfer „Brauntöne – rechtsextreme
Jugendkulturen und ihre Musik“ veranstaltet von der GAJ im Ann and Pat, Lederergasse 7, Linz
10. Februar 2010 um 19.30: Leo Furtlehner „Der Platz des Februar `34 in der österreichischen Geschichte“ im Infoladen Wels, Anzengruberstr. 8/Nöfas, Wels (sic)
und gleich mal frei halten:
17. April: Antifa-Demo in Braunau!
1. Mai: sowieso
8. Mai: Neonazi-Demo in Linz geplant
10. Februar 2010: Der Platz des Februar 1934 in der österreichischen Geschichte – Vortrag mit Leo Furtlehner
Der 12. Februar 1934 gehört zu den Schlüsselereignissen der österreichischen Geschichte im 20. Jahrhundert und hat
auch international viel Beachtung gefunden. Auch wenn die entscheidenden Entwicklungen und Ereignisse (wie Schattendorf, Justizpalastbrand, Ausschaltung des Parlaments, Verbot von Maikundgebungen, Schutzbund und KPÖ) schon vor den schicksalsträchtigen Februartagen stattgefunden haben.
Der letzte verzweifelte Versuch die Reste der Demokratie zu retten wurde blutig niedergeschlagen, gleichzeitig hat das austrofaschistische Regime damit auch den Weg zum Untergang Österreichs als eigenständigem Staat im März 1938 geebnet. Mit den Februarereignisse wurden auch in aller Deutlichkeit die Klassenfronten deutlich.
Aus heutiger Sicht ist für die etablierte Politik der Februar 1934 Anlass für Mythenbildungen wie etwa sich über Gräben hinweg die Hände zu reichen und war damit Basis nicht nur für den ausgeprägten Proporz in der Nachkriegsgeschichte sondern auch für die Sozialpartnerschaft. Die tieferen Ursachen für den aus dem Wesen der kapitalistischen Gesellschaft entspringenden Konflikt sollen damit wohlweislich ausgeklammert werden.
Leo Furtlehner ist Landessprecher der KPÖ und einer der versiertesten Kenner der Geschichte der oberösterreichischen ArbeiterInnenbewegung.
Eintritt frei.
Mittwoch 10. Februar 2010 um 19.30 im Infoladen Wels – Linke Buchhandlung, Anzengruberstr. 8
Neues aus der Braunzone (2)
Heute: Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs
Es gibt so Tage da tun einem diese ganzen Deppen viel mehr leid als das man sie hasst. Heute ist ganz eindeutig so einer.
Neues von der NVP: Der sich derzeit in U-Haft befindliche (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) Bundesjugendführer Mario Aulabauer ist ausgetreten. Gut ein halbes Jahr war er im NVP-Vorstand – viel länger hats dort noch kaum wer ausgehalten.
Der zum Beispiel schon: Stefan Schmalnauer, 47, Bundeskassier. Allerdings dürfte er – wie aus den von der NVP veröffentlichten polizeilichen Vernehmungsprotokollen diverser ihrer Vorstandsmitglieder hervorgeht – derzeit untergetaucht sein. Seiner facebook-Seite entnehmen wir:
„Durch den fortgesetzten und vorsätzlichen Hochverrat der Herrschenden in Österreich (und auch in der BRD) an dem Volk habe ich mich entschlossen, meine moralische Mitverantwortung an diesem kriminellen Treiben von mir zu weisen, indem ich die Selbstverwaltung der Regierung von Österreich bekanntgegeben habe.“
Aha. Das ist ja lieb von ihm. Und falls er je wieder aus dem Untergrund zurückkehrt, möge er sich doch bei uns melden, eventuell kennen wir einen Arzt, der ihm helfen kann.
Die Rest-NVP plant hingegen unverdrossen weiter: Für 8. Mai ist ein Trauermarsch angekündigt, wo man wieder mal ordentlich die Niederlage im Zweiten Weltkrieg bejammern will.
„65 Jahre nach Ende des letzten Weltkriegs, fordern wir ein Ende des Schuldkults und die Einführung eines zentralen, parteiunabhängigen Trauermarsches“
Also ein Trauermarsch, bei dem die Einführung eines Trauermarschs gefordert wird? Wieder eine Spitzenidee von der NVP. Interessanterweise haben schon eine ganze Reihe FP- und RFJ- Funktionäre ihr Interesse an einer Teilnahme zugesagt.
Die BUNTEN:
„Auch wenn es den Gutmenschen und geistig verwirrten Hohlköpfen der Linken Seite nicht passt setzen wir alles daran das Verbot zu kippen. Da hindert uns auch kein Hetzartikel von Rachbauer und seinem Infoladen. Und wenn die Bunten erst mal im Stadtrat sind wer weiß wie lange es dann den Infoladen noch gibt…“
Ein Bunter im Stadtrat, das hätte schon was für sich, so wie ein Bergpavian im Cockpit eines Düsenjets. Über die Existenz des Infoladens hingegen braucht sich niemand Sorgen zu machen: Selbst wenn die Millionensubventionen seitens des Magistrats mal weg fallen sollten, es bleiben uns die dicken Schecks aus Israel;) – damit machen wir uns jetzt ein schönes Wochenende, welches wir auch allen LeserInnen wünschen.
http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2010/01/04/neues-aus-der-braunzone-1/
2009 – einer kleiner Rückblick vom Welser Infoladen
Unser neuer Laden: Anzengruberstr. 8
2009 ist ja einiges in Bewegung geraten – nicht zuletzt der Laden selbst. Nach 9 Jahren haben wir den Spitalhof verlassen, und sind im Frühling in unser mittlerweile drittes Vereinslokal eingezogen (das erste war in der Karl-Loy-Strasse von `98 – `00). Die Gründe sind schnell erzählt: Wir wollten’s grösser und billiger. Das neue Lokal im Keller des Nöfa-Kulturgeländes erfüllt diese Kriterien. Abgesehen davon hat sich die Spitalhof-Gegend nicht gerade zum Positiven entwickelt, eine Großbank und viele kleine Drogendealer waren die schlechte Nachbarschaft. Der Umzug prägte das erste Jahresquartal, entstanden dadurch ja jede Menge Kosten und noch mehr Arbeit. Im Februar wurde die offizielle Spitalhofabschiedsfeier samt Flohmarkt gefeiert, im März gabs die letzte Veranstaltung im alten Laden (Vortrag zum Spanischen Bürgerkrieg), im April gings dann in der Nöfa los.
2009 – einer kleiner Rückblick vom Welser Infoladen
Die Schande des 1. Mai
Am 1. Mai in Linz wurden mehrere Infoladen-AktivistInnen Opfer und ZeugInnen des brutalen Überfalls einer Bande uniformierter Chaoten auf den friedlichen Mai-Aufmarsch, zu dem die KP und andere linke Gruppen aufgerufen hatten. Die Ereignisse werden auch noch 2010 die Justiz beschäftigen, wobei diese bis jetzt durchaus erfreuliche Urteile sprach. Auch führten sie zu einer wohl sehr, sehr lange nicht mehr dagewesenen Solidarisierung und Annäherung der verschiedenen linken Gruppen in Oberösterreich (ätsch).
Eine satirischer Text unsererseits zum Thema avancierte zum Renner und wurde sogar ins Englische übersetzt; die „Tipps für LinzbesucherInnen“: http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2009/05/03/211/
Ein verregneter Sommer, ein heißer Herbst
Ein tolles Programm mit 3 Live-Bands hatten wir für die heurige „Burggartenbesetzung“ vorbereitet. Immerhin wars ja der 10. Jahrestag unserer ersten diesbezüglichen Aktion. Allein – sie fand heuer nicht statt. Gott wollte es nicht. Er bestrafte uns für unsere zahlreichen Sünden mit sintflutartigen, besetzungs-verunmöglichendem Regen. Gottverlassen und unverdrossen lief die Party eben dann im Laden. War auch nett.
Im Wahlkampf machten wir mit diversen Antifa-Aufdeckungen von uns reden. Unser bislang mit Abstand erfolgreichster Artikel erschien – die Forderung nach einem Integrationspaket für FPÖlerInnen. Allein: Koits wollte es nicht. Das bunt-braun-blaue Gesox wurde nicht integriert und bescherte uns und dem anständigen Teil der Welser Bevölkerung am 27. September eine ordentliche Watschen: Fast 30 % für die FPÖ bei der Gemeinderatswahl, Stichwahl zwischen Koits (SP) und Berni Wieser (FP). Jetzt war Feuer am Dach – und bald drauf in den Herzen: An die 150 junge Menschen zogen noch am Wahlabend zum Rathaus, um spontan gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu demonstrieren. Am Tag der Wahl trafen VertreterInnen unterschiedlichster Welser Vereinigungen zusammen. Kulturvereine, Jungsozis, Verteter der MigrantInnenorganisationen – AntifaschistInnen verschiedenster Couleur und Weltanschauung, mit dem gemeinsamen Ziel, einen blauen Bürgermeister zu verhindern. Der Rest ist Geschichte: mehr als 1000 Menschen bei der abschliessenden Demo am Tag vor der Stichwahl, und SP-Koits doch noch Sieger. Nochmal mit braun-blauem Auge davongekommen.
Kurz darauf begannen die StudentInnenproteste, bei denen wiederum einige Infoladen-Menschen aktiv waren.
Vorträge, Vorträge, Vorträge
Das ganze Jahr über kam es zur regelmäßigen Vortragstätigkeit von Infoladen-Menschen in ganz Österreich: Der Vortrag „Brauntöne – rechtsextreme Jugendkulturen und ihre Musik“ lief 21 mal, in allen 9 Bundesländern. 2 andere GenossInnen vom Infoladen bzw. der FAS referierten in Wels und Steyr zum Spanischen Bürgerkrieg. Dazu kamen noch kleinere Vorträge in Wels und Graz. Insgesamt lauschten 2009 mehr als 1000 Menschen den weisen Worten unserer ReferentInnen.
Unsere Webauftritte
www.infoladen-wels.at entwickelte sich prächtig: Mehr als 6 mal soviele Menschen wie im Vorjahr besuchten uns bzw. die 66 neuen Beiträge aus diesem Jahr.
Hinzugekommen ist ein facebook-Auftritt, sowie eigene Auftritte fürs „If I can´t dance to it“. Ebenso gibts nach wie vor http://www.myspace.com/infoladen_wels
…und noch mehr Zahlen, Daten, Fakten und Beschwerden…
- Eine ganze Reihe (kultur-)politischer Blätter veröffentlichte Artikel von uns, z. B. Volksstimme, KUPF-Zeitung, Cafe KPÖ, Antifa-Info, Leeza-News… über die “Brauntöne”- Reihe berichteten ausführlich u. a. junq.at, der “Standard” und das Freie Radio Salzkammergut.
- Die Anzahl unserer AktivistInnen hat sich nicht wesentlich verändert, dennoch mussten wir unsre Öffnungszeiten zumindest vorläufig weiter einschränken, auf Donnerstag und Freitag.
- Der britisch-deutsche Liedermacher Pascal Briggs bescherte uns und gut 50 FreundInnen einen netten Abend
- Der heurige, fünfte Teil unseres Festivals „If I can`t dance to it“ verlief leider eher mau: gut 200 Menschen fanden sich zum Tänzchen ein. Schade, die Bands (und wir!) hätten sich mehr verdient.
- Der Buchumsatz dürfte sich trotz Umzug leicht verbessert haben (endgültige Zahlen gibt’s noch nicht). Dennoch gibt’s noch viel zu viele Linke und AntifaschistInnen, die ihre Bücher lieber bei kapitalistischen Läden kaufen – wieso eigentlich? Wir bestellen jedes lieferbare Buch und versenden bundesweit. Und der Mehrwert wird für einen subversiven Zweck entfremdet, das ist doch schön, oder?
Wir bedanken uns bei allen FreundInnen, KundInnen und GenossInnen, die uns 2009 durch Spenden, Worte und Taten unterstützt haben. Wir brauchen euch auch 2010.
Infoladen Wels, 30. 12. 2009
Am 26. 12. in Wels: YES, WE CAN DANCE TO IT!
Das Skafestiwels “If I can’t dance to it…” (“…it’s not my revolution”) findet am Samstag, 26.12.2009 zum fünften Mal im Welser Schl8hof statt.
Einlass: 20 uhr Beginn 21.30
Line-up: Binder & Krieglstein – East-Folk Jazz Ragga, Graz
The Pond Pirates – Polka Jazz Rock, Salzburg
Pirata Rossa – Abschiedskonzert – Ska Swing Reggae, Steyr
Eintritt: 10/12 VVK: Infoladen Wels & Sbg, Black Horse Inn (Pub & Pension, Wels), Cafe Strassmair (Wels), Cafe Strom (Linz)
Band-Details: BINDER & KRIEGLSTEIN DER ANFANG: Rainer Binder-Krieglstein beginnt seine musikalische Laufbahn als Schlagzeuger bei der Wiener Downtempo-Pop-Band Toxic Lounge, der Melodic-Noise-Combo Sans Secours, sowie den Industrial-Rock-Legenden Fetish 69 und bei einigen Jazzbands.
DER DRUCHBRUCH: Mit seinen ersten beiden Alben „International“ (2002) und „Trip“ (2004) unter dem Namen BINDER & KRIEGLSTEIN legt er den Grundstock. Punkige Lo-Fi-Attitüde, trashiger Elektronik-Sound und eine gute Portion Humor zeichnen seine Musik aus. Er selbst bezeichnet sich übrigens als “das schwarze Schaf einer österreichischen Aristokraten-Familie mit einem Faible für hochprozentige Cocktails und schnelle Autos”.
DAS LETZTE ALBUM: „Mir macht es Spaß, Dinge zusammen zu bringen, die eigentlich nicht zusammen gehören”, sagt Binder-Krieglstein und trifft damit exakt den Kern des Ganzen. Shantel hat das neue Album „Alles verloren“ mitproduziert und deshalb gibt es jetzt auch World Music auf der neuen Platte zu hören. East-Folk trifft auf HipHop, Jazz macht mit Ragga gemeinsame Sache, und hohe Samplekunst wurde mit Akustikinstrumentierung verbunden. Darüber hinaus wie immer intelligente Texte, die mit einer guten Portion Humor etwas erzählen und auch etwas zu sagen haben. Das Album platzt fast vor skurrilen Ideen und vermixten Stilen. www.myspace.com/bikri
THE POND PIRATES „Holt den Anker ein und setzt die Segel!“ Die neun Musiker aus Salzburg nehmen Kurs auf ihr zweites Album, soeben in einem zehntägigen Recording-Marathon eingespielt, arbeiten sie nun am Erscheinungsbild ihres zweiten Zöglings, der voraussichtlich im Frühjahr 2010 das Licht der Welt erblicken wird. Nach ihrem Debüt-Album mit dem gleichnamigen Titel-Track „Pirate Circus“, der auch auf FM4 regen Anklang findet, darf man nun sehr gespannt sein was diese sympathischen jungen Männer nachlegen werden. Ihren Musikstil beschreiben sie als Fusion aus Polka, Jazz und Rock, der schwingende Tanzbeine zur unweigerlichen Schlussfolgerung nach sich zieht. Da bleibt nur eins zu sagen: „Lasst die Puppen tanzen!“ www.myspace.com/thepondpirates
PIRATA ROSSA – Abschiedskonzert Schweiß, Blut, Tränen, Adrenalin, Liebe, Sex, viel Gefühl: Lässt sich das musikalisch unter einen Hut bringen? Nein? Ja? Pirata Rossa!! Pirata Rossa haben sich zusammengetan, um jede Halle in einen Schmelztiegel zu verwandeln. KonzertbesucherInnen vereinigen sich in ihren Händen zur brodelnden Masse. Das Rezept der neun Steyrer ist einfach aber effektiv: Mische Ska mit Swing, Reggae und einer Hand voll anderer Stilrichtungen und injiziere das Gebräu direkt in die Gehörgänge! Und dies vorerst zum letzten Mal, in Wels. Nach fünf Jahren “machen wir’s wie die ’sozialisten’ – wir lösen uns auf!” www.myspace.com/piratarossa
Auflegerei: MOVE BROS (Linz)
-
Archiv
- Februar 2010 (3)
- Januar 2010 (5)
- Dezember 2009 (2)
- November 2009 (8)
- Oktober 2009 (11)
- September 2009 (10)
- August 2009 (7)
- Juni 2009 (1)
- Mai 2009 (6)
- April 2009 (4)
- März 2009 (6)
- Februar 2009 (3)
-
Kategorien
-
RSS
RSS der Einträge
Kommentarfeed


