
Wieder mal heult sich der braune Abschaum aus… man ja sonst nichts zu tun. Als kleine Beschäftigungstherapie gibts jetzt ein Anzeige wegen Verhetzung.

Wieder mal heult sich der braune Abschaum aus… man ja sonst nichts zu tun. Als kleine Beschäftigungstherapie gibts jetzt ein Anzeige wegen Verhetzung.
2. Mai – 19:30 Uhr, Programmkino Wels, Filmpräsentation + Diskussion
BLUT MUSS FLIEßEN – UNDERCOVER UNTER NAZIS
DE 2013 – 87 Min. – OdtF
Regie: Peter Ohlendorf – Drehbuch Peter Ohlendorf – Kamera Thomas Kuban, Peter Ohlendorf – Produzent Peter Ohlendorf
Als der Journalist Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi-Konzert mit versteckter Kamera drehte, ermöglichte er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund 50 Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen.
Mit Rechtsrock junge Menschen zu ködern und zu radikalisieren – dieses Vorgehen scheint gut zu funktionieren: Laut einer Studie ist der Rechtsextremismus hierzulande zur größten Jugendbewegung geworden. Um die Musikveranstaltungen hat sich ein blühender Markt entwickelt: CDs der einschlägigen Bands und Merchandising-Artikel werden in Eigenregie produziert und in Szeneläden oder über das Internet verkauft. Auf diese Weise wird zugleich Geld für die Expansion der Bewegung generiert.
Der Autor Peter Ohlendorf hat Thomas Kuban auf seiner Reise durch Deutschland und Europa mit der Kamera begleitet, auch an Orte, an denen er zuvor versteckt gedreht hat. Im Fokus stehen dabei politische Entscheidungsträger, Behörden und Bürger. Der Protagonist des Films muss unerkannt bleiben, sein Name ist folglich ein Pseudonym. Die eigenwillige Verkleidung dient nicht nur seinem Schutz, sondern thematisiert in ihrer Überpointierung zugleich die Rezeption seiner Person durch die Gesellschaft.
PODIUMSDISKUSSION am Donnerstag, 2. Mai – nach der Filmvorstellung mit Peter Ohlendorf (Regisseur) und Thomas Rammerstorfer (Publizist) unter der Leitung von Lukas Luger (OÖN)
In Kooperation mit: Magistrat der Stadt Wels/Abteilung Kulturaktivitäten – Waschaecht – Youki – Infoladen Wels (linke Buchhandlung) – Welser Initiative gegen Faschismus- Programmkino Wels
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Nachdem die Verantwortlichen der Stadt Wels angekündigt haben, dass sie keinen Auftritt der Rechtsrock-Band „Frei.Wild“ in ihrer Halle wollen, laufen die Wogen hoch. Dabei kann von einem “Konzertverbot”, “Zensur” oder dergleichen nicht die Rede sein: Es gab offenbar noch keinen Vertrag zwischen Stadt und Veranstalter (was diesen nicht daran hinderte bereits Tickets zu verkaufen) und wenn ein Hallenbesitzer- oder Verwalter gewisse Dinge nicht in seiner Halle will, ist dies schlicht seine Entscheidung.
Die Wehleidigkeit und Paranoia, die auch die Texte der Band prägen, spiegeln sich nun in den Befindlichkeiten der Fans. Am meisten echauffiert sich wieder mal Rechtsextremist Ludwig Reinthaler: „Ruft an den linksextremen Ausländerbürgermeister 07242/235-0 und beschwert euch“ postet er in der Protest-facebook-Gruppe „Welser Rockfans gegen rote Volksverdummung“. Eifrigster Poster ist der stadtbekannte Nazi-Skinhead Markus S., der plötzlich zu einem eifrigen Verfechter von Meinungsfreiheit und Toleranz mutierte. Auf gewohnt niveauvolle Art und Weise schafft er Satzmonster wie: „Was haben die nen knall drecks Medien Hetze gegen.eine unpolitische Deutschrockband soweit sind wir schon .“
Beim Frankenburger Martin K. wiederum gehts mit dem Pathos durch: „Ich werde nicht Ruhen bis das geklärt ist“ und „ich werde kämpfen sogut ich kann!!“ meint er. Carina M. wiederum ist einer großen Verschwörung auf der Spur: „Dass schlimme ist es geht nicht nur um das konzert von freiwild. In letzter zeit wird einfach alles was nur in die richtung rock/metal geht von antifa etc. abgesagt!“ Pro Frei.Wild Wels assisitiert: „Das ist vollkommen richtig!! Es geht um Österreichische Grundrechte un um die Demokratie!!“
Spannend ist auch, wer sich bei den „Welser Rockfans“ alles als solcher outet: So dürfen wir unter andrem den Wiener FP-Politiker Johann Gudenus und den Tiroler Werner Königshofer, welchem das bewundernswerte Kunststück, wegen rechtsextremer Äußerungen aus der FPÖ ausgeschlossen zu werden, gelang, als Neo-Welser begrüssen.
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Am Dienstag vergangener Woche wurde bekannt, dass die „Spinnerei“ in Traun nach Kritik des OÖ Antifa-Netzwerkes und von uns, des Kulturvereins Infoladen Wels, mehrere Metal-Festivals abgesagt hat. Insgesamt wurden vier Konzerte abgesagt, die allesamt vom selben Veranstalter („Black Light Music“ von Jens Wolfgang S. und Martina P./ Lannach, Stmk.) geplant wurden. Unsere Kritik hatte sich auf EINIGE der Bands, die bei zwei Konzerten auftreten sollten sowie auf den Veranstalter selbst bezogen. Nachdem in der Folge der Absage von manchen Seiten bereits das schon üblich gewordene Geschrei von „antifaschistischer Hexenjagd“, die jeglicher Grundlage entbehre und sich gegen die gesamte Metal-Szene richte usw. laut wurde, möchten wir an dieser Stelle noch einmal die uns vorliegenden Fakten auf den Tisch legen.
Heidenwahn-Festival
Das „Heidenwahn“-Festival, das „Under the Banner of the Black Light“-Festival sowie die anderen beiden nun abgesagten Konzerte, die in der Spinnerei stattfinden sollten, wurden wie erwähnt von „Black Light Music“ geplant. Einer der Betreiber ist der gebürtige Deutsche Jens S. Über sein früheres Label „Warfront Productions“ vertrieb S. zahlreiche Tonträger von neonazistischen Bands wie „Absurd“ oder „Ad Hominem“ (1). Das Verkaufsprogramm des „Black Light Music“-Versandes gestaltet sich zwar wesentlich und großteils unauffälliger, dennoch finden sich neben CDs von unpolitischen Bands auch einige Veröffentlichungen von Bands, die offen neonazistisch sind. Aktuell werden etwa Alben der NS-Black-Metals „Sigrblot“ und„Hate Forest“ angeboten. (2) Hinsichtlich einiger der für das „Heidenwahn”-Festival angekündigten Bands gibt es Indizien, die sie aus unserer Sicht (zumindest) in einem politischen Graubereich verorten lassen.
Die völkische Band „Riger“ trat etwa in der Vergangenheit gemeinsam mit neonazistischen Bands wie „Absurd“ und „Magog“ bei Konzerten auf. (3) Die Gruppe „Heimdalls Wacht“ veröffentlichte mehrere CDs bei rechten bis rechtsextremen Labels wie „Christhunt Productions“, „Blutvergiessen“ und „Heidenshart“. Sänger „Narhemoth“ und Gitarrist „Saruman“ betrieben einige Jahre unter dem Namen „The Martyrium“ ein Seitenprojekt, das etwa das Album „Todesrunen“ von dem NS-Black Metal-Label „Nebelfee Klangwerke“ produzieren ließ. (4) Die Liedtexte von „The Martyrium“ beschrieb „Narhemoth“ in einem Interview mit folgenden Worten: „Natürlich findet man in unseren Texten auch Sozialkritik – wir hassen diese Schwächlingsgesellschaft und haben eine starke Heimatverbundenheit – aber rein politische Texte wird man bei uns nicht finden.“ (5) Ein anderes Mitglied von „Heimdalls Wacht“ ist Arjan Peeks, der auch mit seinem Label „Heidenshart“ für die Band aktiv war. Peeks betreibt unter dem Namen „Cultus“ ein Soloprojekt, das eindeutig dem neonazistischen Spektrum der Szene zuzurechnen ist. So findet sich etwa auf einem Sampler mit dem Titel „Endlösung“ neben Titeln von anderen anderen einschlägigen Gruppen ein Lied seines Projekts. In einem Interview grüßte Peeks mit „Sieg Heil“ (6). Trotz alledem behaupten „Heimdalls Wacht“ von sich von sich, „unpolitisch“ zu sein (7). Die italienische Band „Draugr“ ist quasi personal-ident mit der Gruppe „Sturmkaiser“, ein Bandmitglied war auch als Live-Musiker für die Neonazi-Band „Gaszimmer“ aktiv (8). Mehrere Tonträger von „Sturmkaiser“ wurden bei „Nebelfee Klangwerke“ veröffentlicht. Auf dem 2004 Jahr erschienenen Tonträger „Mors Tua, Vita Mea“ findet sich ein Lied mit dem eindeutigen Titel „Hail Victory“, „Sturmkaiser“ spielten in der Vergangenheit bei mehreren NS-Black-Metal-Konzerten, so etwa gemeinsam mit „Ad Hominem“, „Absurd“ und „Goatmoon“ (9). Auch „Draugr“ produzierten bei einem weit rechts stehenden Label – „Christhunt Productions“ aus Leopoldshöhe/ Nordrhein-Westfalen (10).
Under The Black Light-Festival
Im Oktober sollte in Traun als Headliner des „Under the Black Light Festivals“ die US-amerikanische Death-/Black Metal-Band „Acheron“ auftreten. Diese veröffentlichte bereits 1995 ein Album mit dem Titel „Hail Victory“ – zu Deutsch: „Sieg Heil“, jedoch ohne das Album dem Titel entsprechend inhaltlich zu gestalten (11). Der Albentitel bescherte der Band dennoch eine Erwähnung in dem Buch „Black Sun: Aryan Cult, Esoteric Nazism and the Politics of Identity“ des Religionswissenschafters Nicholas Goodrick-Clarke (2003). Im Jahr 2008 versuchte es die satanistische Band noch einmal mit Nazi-Symbolik. Das Cover des Tonträgers „Satanic Supremacy“ ist mit SS-Runen und -Totenkopf versehen.
Auch in zumindest einem Liedtext finden sich diesmal einschlägige Botschaften: In dem Lied „Godless? (We are Gods!)“ heißt es: „Push aside the slugs within our species Eugenics will soon find a place Zero tolerance for unproductive vermin Cleansing the entire race (…) In our world, the few only matter Everyone must pull their own weight Racism is not true Misanthropy For Niggers come in all colors!“ (12). Bei brauner Symbolik und Inhalt der Band dürfte es sich nicht „nur“ um eine fragwürdige Marketing-Strategie unter dem Vorwand, provozieren zu wollen, sondern um das offenkundige Zur-Schau-Tragen der politischen Einstellung der Bandmitglieder handeln. So posiert Schlagzeuger Kyle Severn etwa auf einem Foto mit einem T-Shirt, auf dem ein Reichsadler und der Zahlencode „828“ zu sehen sind. Dieser ist eine Abkürzung für „Hail Blood and Honour“, ein Slogan, mit dem dem Neonazi-Netzwerk „Blood and Honour“ gehuldigt werden soll.
„Acheron“ ist nicht die einzige für das „Under the Banner of the Black Light“-Festival angekündigte Band, deren Mitglieder offenbar dubiose Anschauungen vertreten. Der Schlagzeuger „Ördögver“ der österreichischen Band „Selbstentleibung“ fiel etwa schon vor Jahren durch seine sozialdarwinistischen Aussagen über Menschen mit Beeinträchtigung sowie homophobe Bemerkungen auf (13), die im Sommer 2012 zur Absage eines geplanten Auftrittes der Band beim „Castle Invasion Festival“ (siehe auch weiter unten) beitrugen. Bandleader „Marrok Tyrannus“ bemühte sich daraufhin mit Kräften, den „unpolitischen“ Charakter der Band zu betonen. Zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt waren andere Aussagen von „Ördögver“, die dieser in einem Interview mit dem weit rechts stehenden Black Metal-Magazin „A-Blaze“ im Jahr 2008 tätigte. Danach befragt, warum er ein Symbol der ungarischen Pfeilkreuzler [eine vom Dritten Reich unterstützte nationalsozialistische Partei in Ungarn, die für den Massenmord an Zehntausenden während des Zweiten Weltkriegs verantwortlich ist, Anm.] an seiner Halskette trage, antwortet „Ördögver“: „Ich bin bekennender ungarischer Nationalist; ich liebe und schätze meine Herkunft, mein Land und meine Kultur. Aber Romboló [Soloprojekt von „Ördögver“] hat definitiv nichts zu tun mit dem deutschen Nationalsozialismus des zweiten Weltkriegs. Romboló hetzt weder gegen andere Völker, noch befürworte ich die Vernichtung der Juden in der damaligen Zeit [des Nationalsozialismus, Anm.]. Aber Patriot und Nationalist zu sein, das ist sehr wichtig für mich; ich denke dies sind Grundgedanken, die jeden Mann mit Stolz erfüllten sollten.“ (14)
Eine weitere Band, die für den Oktober angekündigt wurde, sind „Kill“ aus Schweden. Diese Gruppe hat personelle Überschneidungen mit der NS-Black Metal-Band „Sons of Satan”. „Kill“-Sänger und Bassist Carl Wockatz alias „Carl Warslaughter“, nennt sich dort „Panzerfaust Benedictus Ultima 13“. Weitere Bandmitglieder nennen sich „Birkenau Overlord Angel Incinterator“, „SS Pentagram Werewolf Tiselius“, „Pogrom Blitzkrieg Stromtrooper“. Die Texte von „Sons of Satan“ strotzen vor Rassismus, Antisemitismus und NS-Verherrlichung. Auch die Coverartworks sprechen eine eindeutige Sprache (15).
Rechter (Black) Metal in Oberösterreich
Das „Heidenwahn“ und das „Under the Banner of the Black Light“-Festival sind nicht die einzigen Metal-Konzerte der letzten Zeit mit Bands, die mit rechtem Gedankengut liebäugeln, braune Symbolik verwenden oder gar offen neonazistische Ansichten vertreten. Zahlreiche Beispiele belegen, dass immer wieder KonzertveranstalterInnen auf dubiose Bands zurückzugreifen versuchen. So sollte etwa im März die Death Metal-Band „Deicide“ in Wels auftreten. Band-Gitarrist Jack Owen beteiligte sich im Jahr 2009 an Tonträger-Aufnahmen für ein Album der Neonazi-Band „Attack“ (16) und wurde im selben Jahr mit seinem persönlichen Namen auf dem Flyer eines Konzerts des braunen Netzwerks „Hammerskins“ angekündigt.
Es stellt sich die Frage, ob die Bandkollegen von Owen ob solcher „musikalischer“ Nebenaktivitäten keine Probleme mit ihrem Gitarristen haben. Das Konzert in Wels wurde mittlerweile abgesagt. Im Dezember 2012 sollten beim „Triumphant Return of Blackness“-Festival in Linz die ukrainischen Gruppen „Reusmarkt“ und „Khors“ auftreten – beide sind dem NS-Black Metal zuzurechnen (17). Das Konzert wurde ebenso abgesagt. Aus dem Lineup des „Castle Invasion Festivals“, das im August 2012 in Mining (Bezirk Braunau) stattfand, wurden die rechtslastigen Bands „Eternity“, „Selbstentleibung“, „Moredhel“ und „Nargaroth“ gestrichen. Die Frontmänner der beiden letztgenannten Bands rächten sich mit der Verbrennung einer Antifa-Flagge vor Live-Publikum (18).
Auch auf dem Programm des „Northern Lights Festivals“, das im Juni 2011 in Reichenthal (Bezirk Freitadt) stattfand, standen zahlreiche rechtslastige Musikgruppen (19). Die Bands „Djur“, „Saltus“ und „Kroda“ – letztere Band bezeichnete ihre Musik etwa als „Schlachtrufe arischer Krieger“ – traten schließlich nach antifaschistischen Protesten nicht auf. Die rechten Gruppen „Moredhel“, „Baptism“ und „Dies Ater“ konnten hingegen spielen. Mehrere Charakteristika treffen auf alle diese Konzerte zu. Die rechtsoffenen bis rechtsextremen Bands treten neben unpolitischen oder unbedenklichen Bands auf. Wird zivilgesellschaftliche Kritik an einschlägigen Aussagen, rechter Symbolik etc. von Bands geübt, erfolgt durch die KonzertveranstalterInnen keine rationale Auseinandersetzung mit den Vorwürfen, sondern wird die einschlägige Orientierung der kritisierten Bands rigoros abgestritten. Rasch ist von einer „Hexenjagd“ durch „die Antifa“, die völlig uninformiert sei und einen intoleranten und unfairen Kampf – der schlimmer als Rechtsextremismus und Faschismus selbst sei – gegen „unpolitische“ Bands und Konzerte führe, die Rede. Auch Klags- und Gewaltdrohungen gegen KritikerInnen werden immer wieder geäußert. Auf der Facebook-Seite des „Heidenwahn“-Festivals stellte etwa ein Metal-Fan angesichts der Absage des Konzerts fest: „wenn mir demnext n antifant übern weg hüpft is er n kopf kürzer!“ (Originalzitat)
(1) Screenshot, Warfront Productions Homepage, http://tinypic.com/r/28r0ih2/6
(2) Screenshot, Black Light Music Homepage, http://tinypic.com/r/309mwli/6
(3) htt:// aryanmusic. net/e107_plugins/content/content.php?content.232; Christian Dornbusch/ Hans-Peter Killguss, Unheilige Allianzen, Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus, Münster 2005, S. 149.
(4) http://www.metal-archives.com/bands/Heimdalls_Wacht/54690; http://www.metal-archives.com/albums/The_Martyrium/Todesrunen/129952
(5) Interview mit dem „Midnightheart Online-Magazine“, vgl. http://fightfascism.wordpress.com/2007/05/20/wolfszeit-festival-in-neustadtcoburg-mit-dubiosen-bands/
(6) http://fightfascism.wordpress.com/2007/07/09/cultus-niederlande-bandbeschreibung/
(7) http://fightfascism.wordpress.com/2007/05/20/wolfszeit-festival-in-neustadtcoburg-mit-dubiosen-bands/
(8) http://www.metal-archives.com/bands/Draugr/14632#band_tab_members
(9) http://fightfascism.wordpress.com/2009/11/23/sturmkaiser-italien-bandbeschreibung/
(10) http://www.metal-archives.com/albums/Draugr/Nocturnal_Pagan_Supremacy/113389
(11) http://www.metal-archives.com/albums/Acheron/Hail_Victory/20160
(12) http://www.metal-archives.com/albums/Acheron/Satanic_Supremacy/185670
(13) http://fightfascism.wordpress.com/2012/07/14/rechte-bands-bei-metal-konzert-in-oberosterreich/
(14) A-Blaze Nr. 5/2008
(15) http://aufdiepelleruecken.blogsport.de/2012/11/05/moabit-slaughterhouse-konzert-am-11-november-macht-keine-ausnahme/
(16) http://en.wikipedia.org/wiki/Jack_Owen
(17) http://fightfascism.wordpress.com/2012/09/05/konzert-mit-ns-black-metal-bands-in-linz-oberosterreich
(18) http://fightfascism.wordpress.com/2012/08/28/castle-invasion-festival-osterreich-frontmanner-der-bands-nargaroth-und-moredhel-verbrennen-antifa-flagge/
(19) http://brauntoene.at/?p=96
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Wie der Blog “RFJWATCH” berichtet, sind für den vor wenigen Tagen zurückgetretenen Michael G., (ehemals) stellvertretender FPÖ-Bezirksobmann in Ried/Innkreis, Kontakte in die rechtsextreme Szene, so etwa zu dem ehemaligen NPD-Funktionär Rainer Biller, nachweisbar. Siehe hier
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Ari heißt Löwe. Erinnerungen
Sternstunden der Geschichte: der legendäre, in Wien geborene Journalist Ari Rath erzählt von Adenauer und Ben-Gurion, von Brandt, Schmidt, Sadat – und über sich selbst.
Der Sohn von aus Galizien stammenden jüdischen Eltern war oft Zeuge bedeutender zeitgeschichtlicher Ereignisse, die er nun in einem sehr persönlichen Buch aufgeschrieben hat. Er berichtet von der Flucht aus Wien, vom harten Leben im Kibbuz, vom mühsamen Aufbau des Staates Israel und von seiner einflussreichen Zeitung, der “Jerusalem Post”.
Mittwoch, 13. März 2013, 19.00 Uhr
Bildungshaus Schloss Puchberg
Ari Rath, geboren 1925 in Wien, im November 1938 Emigration nach Palästina, Gründungsmitglied des Kibbuz Chamadiya, ab 1958 Redakteur, ab 1975 Chefredakteur und Herausgeber der “Jerusalem Post”. Deutsches Bundesverdienstkreuz 2005, Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich 2011
Eine Veranstaltung von Bildungshaus Schloss Puchberg und Welser Initiative gegen Faschismus
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Presseaussendung Infoladen Wels
Innviertler FPÖ-Funktionäre: Sympathien für rechtsextremes Gedankengut?
Anlässlich der Abhaltung des „Politischen Aschermittwochs“ der FPÖ in Ried/ Innkreis in der kommenden Woche zeigt der antifaschistische Kulturverein Infoladen aus Wels die Sympathien zweier Innviertler FP-Funktionäre für rechtsextremes Gedankengut auf:
Michael LINDNER, FPÖ-Gemeinderat und -Jugendsprecher in Aurolzmünster sowie RFJ-Bezirks-Obmann von Ried, bewegt sich im Umfeld der schlagenden, deutschnationalen Burschenschaft „Germania“ Ried, der auch der blaue Nationalratsabgeordnete Elmar Podgorschek angehört. Am 21. Dezember 2012 veröffentlichte Lindner anlässlich der „Wintersonnenwende“ auf seiner Facebook-Seite einen Auszug aus dem Hitler-Jugend-Gedicht „Sonnenwende“, das auch in einem 1938 vom NS-Politiker und Kriegsverbrecher Baldur v. Schirach herausgegebenen Gedichte-Sammelband (Das Lied der Getreuen – Verse ungenannter Österreichischer Hitler-Jugend aus den Jahren, Leipzig 1938) zu finden ist:
Lindner veröffentlichte die letzte Strophe des Gedichts, in der es heißt:
„Hoch schlagen zum nächtlichen Himmel die Flammen,
hoch schlagen die Herzen – frei ist unser Sinn.
So wie wir hier stehen: im Kreise zusammen.
so sind wir des werdenden Volkes Beginn.“
Links: Facebook-Eintrag von Lindner, rechts: Auszug aus Hitler-Jugend-Buch
Ebenfalls auf Facebook veröffentlichte Lindner ein Foto von sich, auf dem er mit einem T-Shirt der französischen Black-Metal-Musikgruppe „Ad Hominem“ zu sehen ist. Diese Band gehört dem neonazistischen Spektrum des Genres an – ein Lied heißt etwa „Auschwitz rules“.
Fabian WETTER, Ortsparteiobmann und Gemeinderat der FPÖ in Franking (Bez. Braunau), der auf einer Homepage des RFJ Braunau auch als “Ansprechpartner” genannt wird, ist gebürtiger Deutscher.
Im Jahr 2004 war er nachweislich im Vorstand der Neonazi-Partei NPD in Oberbayern aktiv, Bezirksvorsitzender zu dieser Zeit war Sascha Wagner.
2004: Fabian Wetter im Vorstand der NPD in Oberbayern (Screenshot NPD-Seite)
Wagner, der mittlerweile im Bundesvorstand der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ sitzt (JN) und als Mitarbeiter der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag aktiv ist, findet sich auch heute unter den (Facebook-)Freunden von Wetter. Wagner ist jedoch nicht der einzige Neonazi bzw. Rechtsextremist in der Freundesliste des deutsch-österreichischen FPÖ-Aktivisten: Unter den Kontakten finden sich auch Katrin Köhler, NPD-Stadträtin in Chemnitz und Landesvorsitzende des “Ringes Nationaler Frauen” in Sachsen sowie die offizielle Facebook-Präsenz des rechtsextremen „Witiko-Bundes“.
Seine Ideologie dürfte Wetter seit seiner Zeit bei der NPD ebenso wenig abgelegt haben wie seine braunen Kontakte: Auf seiner Facebook-Seite finden sich mehrere einschlägige Kommentare: Am 31. Mai 2011 bezeichnete Wetter den Film „Schindlers Liste“ als „jüdischen Propagandafilm“, am 19. Dezember 2012 veröffentlichte Wetter ein Bild, auf dem behauptet wird, der „zionistische Weltkongress“ hätte den Deutschen am 24. März 1933 den „Wirtschafts Krieg“ erklärt, dies sei „die Steilvorlage für die Nazis“ gewesen.
Wetter über den „bevorstehenden Bürgerkrieg“ und den „jüdischen Propagandafilm ‘Schindlers Liste’“ (Quelle: Facebook, 2011)
Am 29. Dezember 2012 veröffentlichte Wetter auf seiner Pinnwand ein Foto der deutschen Bundeskanzlerin Merkel, auf dem diese u. a. als „Vaterlandsverräterin“ bezeichnet wird und einen Davidstern mit der Aufschrift „Zion“ auf der Kleidung trägt.
Am 25. Februar 2012 stellte der Schreiber hinter dem Pseudonym „Rfj Bezirk Braunau“ (Fabian Wetter?) in einem Internetbeitrag fest: “Die BRD ist doch seit Ende des 2EWK [Zweiten Weltkrieg] in fremder Hand, da macht das auch nichts mehr…!”.
„Diese Sympathiebekundungen für ewig gestriges Gedankengut reihen sich in eine schier endlose Liste von Beispielen, die die Verstrickungen von FPÖ-FunktionärInnen mit der rechtsextremen Szene belegen, ein“, stellt Infoladen-Sprecher Thomas Damböck abschließend fest.
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